Angriff mit Stichwaffe in Landshut Flaschenwurf gipfelt in Gewalteskalation

, aktualisiert am 14.07.2020 - 10:00 Uhr
Mehrere Polizeiautos und Rettungsdienst-Fahrzeuge mussten am Sonntag in die Landshuter Neustadt ausrücken. Dort war es zuvor zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. (Symbolbild) Foto: dpa

Blaulicht-Gewitter am Sonntagmittag in der Landshuter Neustadt. Am dortigen Kriegerdenkmal lieferten sich mehrere Personen eine heftige Prügelei. Doch bei Faustschlägen allein blieb es nicht.

Stein des Anstoßes war dabei eine Getränkeflasche. Was auch immer einen 29-jährigen VW-Fahrer dabei geritten hat, aber er soll die Flasche im Vorbeifahren mit Absicht auf den Citroen eines 30-jährigen Rumänen geworfen haben. Der ließ sich das allerdings nicht gefallen. Im Gegenteil: er drückte sofort auf die Bremse, drehte um und nahm die Verfolgung nach dem VW Touran auf. Auf Höhe des Kriegerdenkmals wollten beide Parteien die Angelegenheit offenbar auf offener Straße regeln. Und dann flogen die Fetzen.

Der 30-jährige Citroen-Fahrer schlug gemeinsam mit seinem 20-jährigen Beifahrer auf den 29-Jährigen ein. Selbst als er bereits am Boden lag, verpassten sie ihm noch Fußtritte. Dann eskalierte die Situation endgültig. Der 29-Jährige schnappte sich nach Angaben der Polizei einen "scharfkantigen Gegenstand" und verpasste dem 30-jährigen Rumänen damit eine schwere Stichverletzung am Rücken. Der stark blutende Mann musste daraufhin umgehend in ein Landshuter Krankenhaus transportiert werden.

Der 20-jährige Landshuter und der 29-jährige VW-Fahrer zogen sich bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen zu. Sie wurden ebenfalls vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. 

Kripo und Staatsanwaltschaft Landshut ermitteln nun gegen mehrere Beteiligte unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut erging am Sonntag gegen den 29-jährigen Rumänen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der Gefährlichen Körperverletzung. Er wurde nach Vorführung beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Landshut in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Wer hat die Eskalation am Sonntagmittag, 12. Juli, im Bereich des Kriegerdenkmals beobachtet und kann Angaben dazu machen? Zeugenhinweise nimmt die Kripo Landshut unter Telefon 0871/9252-0 entgegen.

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