Eierproduktion in Bayern 2020 Erneut mehr Eier aus ökologischer Erzeugung

Immer mehr Eier in Bayern stammen aus ökologischer Haltung. (Symbolbild) Foto: sep

In Bayern wie auch bundesweit gewinnt die ökologische Erzeugung von Eiern weiter an Bedeutung. Die Zahl der Eier aus ökologisch wirtschaftenden Haltungen stieg im Jahr 2020 verglichen mit dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent – den weitaus größten Teil der Gesamtzahl an Eiern liefert jedoch nach wie vor die Bodenhaltung.

Laut aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden in Deutschland im Jahr 2020 insgesamt rund 12,9 Milliarden Eier in Betrieben mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen produziert – 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die ökologische Produktion gewinnt dabei laut Destatis seit Jahren an Bedeutung, weshalb auch 2020 in der ökologischen Erzeugung und in der Freilandhaltung die größten Zuwächse zu verzeichnen waren: Verglichen mit 2019 wuchs die Zahl der Bio-Eier um mehr als acht Prozent auf 1,6 Milliarden. Die Zahl der Legehennen in ökologischer Haltung stieg im Jahresdurchschnitt um knapp 440.000 auf 5,3 Millionen Tiere. Im Jahr 2020 stammten zudem 2,6 Milliarden Eier aus Freilandhaltung, rund 8,7 Prozent mehr als noch 2019. Etwa 8,8 Millionen Legehennen lebten im Jahr 2020 in Freilandhaltung, 582.000 mehr als im Jahr davor. 

Für Bayern zeigt die Statistik vergangenes Jahr 332 Legehennen-Betriebe, in denen rund 4,3 Millionen Hühner lebten und mehr als eine Milliarde Eier legten. Der Tages-Durchschnitt gelegter Eier pro Henne lag dabei im Jahresvergleich unverändert bei 0,79. Die Gesamtzahl der in bayerischen Betrieben gelegten Eier ging verglichen mit 2019 geringfügig zurück, zudem sind zwei Zahlen auffällig: Im Jahr 2019 hatte es nur 322 Legehennen-Betriebe im Freistaat gegeben, jedoch rund fünf Millionen Hühner – es scheint also, als würden immer weniger Tiere in immer mehr Betrieben leben.

Auch in Bayern dürfte dies damit zusammenhängen, dass es vergangenes Jahr erneut mehr ökologisch produzierende Betriebe gab, in denen weniger Hühner auf größerem Raum untergebracht sind. Ihre Zahl stieg von 101 im Jahr 2019 auf 111, die Zahl der dort gehaltenen Hühner von 590.000 auf etwa 670.000. Mir etwa 180 Millionen wurden im Freistaat vergangenes Jahr rund 20 Prozent mehr Bio-Eier produziert als noch 2019 (knapp 160 Millionen). 

Bodenhaltung dominiert nach wie vor, Käfighaltung ist Auslaufmodell

Trotz dieser erneuten Zuwächse stammt auch in Bayern der Großteil der Eier nach wie vor aus der Bodenhaltung: Deutlich mehr als die Hälfte, nämlich rund 650 Millionen, wurden 2020 in 185 Bodenhaltungs-Betrieben gelegt. Die Zahl dieser Betriebe stieg dabei leicht von 181 auf 185 Betriebe, die Zahl der rund 2,8 Millionen hier gehaltenen Hühner blieb quasi unverändert. Auch bundesweit betrachtet war die Bodenhaltung 2020 mit knapp 8 Milliarden produzierten Eiern die dominierende Haltungsform und stellte einen Anteil von 61 Prozent an der gesamten Eierproduktion.

Die Kleingruppen- und Käfighaltung ist hingegen eindeutig ein Auslaufmodell – Bund und Länder haben sich auf eine Auslauffrist für bestehende Betriebe bis Ende 2025 geeinigt. In dieser Haltungsform wurden 2020 noch 754 Millionen Eier produziert und im Jahresdurchschnitt 2,4 Millionen Tiere gehalten. Seit Jahren sind Rückgänge bei den Legehennenbeständen in dieser Haltungsform zu verzeichnen. Hier gelegte Eier haben mit knapp sechs Prozent nur noch einen vergleichsweise geringen Anteil an der gesamten Eierproduktion.

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