Droht teilweiser Abbruch? Die "wandernde" Grundstücksgrenze in Kirchroth

Den neuen Plänen zufolge endet Josef Falgenhauers Grundstück direkt mit der Hauswand. Ebenso ragen nun Teile seiner Nebengebäude leicht ins Nachbargrundstück. Foto: David Salimi

Josef Falgenhauer ist ratlos. Seit Monaten kämpft der 58-Jährige gegen die Mühlen der Bürokratie. In den Plänen zur Dorferneuerung entdeckte Falgenhauer, der Anlieger in der Ortsmitte ist, dass die Grenze zwischen seinem und dem Nachbargrundstück plötzlich anders verläuft als zuvor.

Das Vermessungsamt Straubing widerspricht dem. Die Berichtigung der Flächenangabe sei ohne Auswirkung der bestehenden Grenze vollzogen worden, heißt es in einem Schreiben, das Josef Falgenhauer vorliegt. Dem schließen sich auch die Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung und des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung an. "Die berufen sich auf einen Grenzverlauf von 1930", sagt der Kirchrother und verweist wiederum auf einen Stapel an alten Grundbucheinträgen, die vor ihm auf dem Küchentisch liegen. Mithilfe dieser möchte Falgenhauer beweisen, dass der bisherige Grenzverlauf schon immer bestand.

 

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