Drogenpolitik Holetschek besorgt über Pläne zur Cannabis-Legalisierung

Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern, spricht. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat sich über die von der Bundesregierung geplante kontrollierte Freigabe von Cannabis besorgt gezeigt. "Es muss verhindert werden, dass die Hemmschwelle sinkt und noch mehr Menschen als bisher Cannabis konsumieren", sagte der CSU-Politiker am Samstag. Diese Gefahr bestehe aber bei der im Ampel-Koalitionsvertrag geplanten Abgabe für "Genusszwecke".

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Mittwoch Fachgespräche über den Sommer angekündigt. In der zweiten Jahreshälfte soll ein Gesetzentwurf folgen. Der Bundesdrogenbeauftragte Burkhard Blienert erklärte, gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und weiteren Ressorts "einen gründlichen Konsultationsprozess" zu starten.

Holetschek sagte, es sei zwar zu begrüßen, dass Blienert einen solchen Prozess auch mit den Ländern zugesagt habe. "Die geradezu euphorischen Reaktionen aus den Reihen von SPD und FDP auf den angekündigten Gesetzentwurf lassen aber befürchten, dass die Gegenargumente ignoriert werden", sagte er.

Der Konsum dürfe nicht verharmlost werden. Zu den Risiken zählten neben der Suchtgefahr etwa negative Auswirkungen aufs Gedächtnis. Zudem sei das Risiko psychiatrischer Erkrankungen erhöht. Am Samstag waren in mehreren deutschen Städten Demonstrationen für eine zügige Legalisierung geplant. In Bayern wollten Hanf-Freunde etwa in München und Nürnberg auf die Straße gehen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 

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