Drogen, Waffen, Bargeld Kripo Regensburg führt erfolgreiche Großrazzia durch

Ein teil der sichergestellten Waffen. Es waren auch scharfe Schusswaffen darunter. Foto: KPI Regensburg, BLKA

Die Regensburger Kriminalpolizei hat am Donnerstag insgesamt 22 Wohnungen in mehreren ostbayerischen Landkreisen sowie in Tschechien durchsucht. Es war der vorläufige Höhepunkt umfangreicher Ermittlungen gegen 20 Personen, die unter anderem des Drogenhandels im großen Stil verdächtigt werden.

Laut Polizeibericht hatten die Regensburger Beamten mit Hilfe des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) seit mehreren Monaten gegen 20 Verdächtige aus dem Großraum Regensburg und der Tschechischen Republik ermittelt, die im großen Stil mit Drogen, vor allem Heroin, gehandelt haben sollen. Am Donnerstag, den 28. April, vollzogen zahlreiche Einsatzkräfte dann Durchsuchungsbeschlüsse in insgesamt 22 Wohnungen in und um Regensburg, in den Landkreisen Schwandorf und Kelheim sowie in Tschechien.

Bei der Großrazzia waren bayerische Spezialeinheiten, Spezialkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei und zahlreiche Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Oberpfalz und Niederbayern im Einsatz – insgesamt rund 200 Beamte. Bei den Durchsuchungen fand die Polizei dann mehrere scharfe Schusswaffen, kiloweise Heroin, Drogenersatzstoffe und mehr als 160.000 Euro in bar. In einer der Wohnungen lagerten den Angaben nach allein satte 3,5 Kilo Heroin. Die Einsatzkräfte sicherten zudem Laptops und Handys als Beweismittel.

Den Ermittlern war es bereits im Vorfeld gelungen, Haftbefehle gegen vier tatverdächtige Männer im Alter zwischen 35 und 40 zu erwirken. Drei der Männer konnten bei dem Einsatz verhaftet werden und sitzen nun in Untersuchungshaft. Zwei weitere Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen und sitzen nach am Freitag ergangenen Haftbefehlen ebenfalls in Untersuchungshaft. Ein weiterer Mann war zum Zeitpunkt der Aktion in Tschechien und wurde dort von tschechischen Einsatzkräften verhaftet. Er wartet nun auf seine Auslieferung nach Bayern.

Die konzertierte Aktion stellt für die Polizei den vorläufigen Höhepunkt monatelanger intensiver Ermittlungen dar. Die Bayerische Polizei habe damit "nicht nur in der Oberpfalz ein deutliches Zeichen gegen den organisierten Rauschgifthandel" gesetzt, heißt es in der Pressemitteilung. Die Ermittlungen sind aber natürlich noch längst nicht abgeschlossen und dauern an.

 
 
 

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