Dreiflüssestadt Passau Besorgniserregende Coronalage

Die Corona-Lage in der Dreisflüssestadt Passau ist besorgniserregend. (Symbolbild) Foto: Andreas Reichelt

Die Stadt Passau erfährt derzeit eine kritische Entwicklung in der Coronalage. Bettenkapazitäten in den Krankenhäusern sind ausgeschöpft, die Zahlen steigen weiter.

Der Anstieg der 7-Tages-Inzidenz ist nicht das einzige Problem. Die Situation wird durch die ebenfalls explodierenden Infektionszahlen in den umliegenden Landkreisen und Städten weiter verschärft. Für das Gebiet des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ILS-Gebiet) vermelden die Krankenhäuser vollständig ausgelastete Kapazitäten. Im Klinikum Passau werden laut Pressestelle der Stadt derzeit 48 Coronapatienten behandelt, zehn befinden sich auf der Intensivstation, vier davon müssen beatmet werden.

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„Die durchaus besorgniserregenden Meldungen aus allen Krankenhäusern der Region zeigen auf, wie dramatisch die Umstände mittlerweile geworden sind. Der explosive Anstieg der Infektionszahlen in den letzten beiden Wochen lässt leider auch keine Entspannung der Lage erwarten. Ich appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, für einen vollständigen bzw. aufgefrischten Impfschutz zu sorgen", so Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper. 

Obwohl in Seniorenheimen im Stadtgebiet derzeit 20 Bewohner und sechs Mitarbeiter coronapositiv sind, ist aufgrund der dort hohen Impfquote zur Zeit noch keine stationäre Behandlung nötig geworden. 

Zu größerer Besorgnis gibt jedoch die Lage an Schulen Anlass. Allein in Passau wurden bisher 101 Schüler und 19 Lehkräfte positiv getestet.

Maßnahmen der Stadt

Um den Impfschutz der Passauer Bürger zu verbessern, wurden seit Mittwoch die Öffnungszeiten des Impfzentrums in der X-Point-Halle erweitert:

  • Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
  • Samstag von 9 bis 17 Uhr
  • Sonntag geschlossen

Zusätzlich zu den über 70-Jährigen können sich ab sofort auch alle weiteren Bürger der Stadt Passau, deren Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt, eine Auffrischungsimpfung geben lassen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Zur Auffrischungsimpfung im Impfzentrum muss das Impfzertifikat, beziehungsweise das Impfbuch als Nachweis für die bereits erfolgten Impfungen mitgebracht werden. Darüber hinaus werden nach wie vor auch Erst- und Zweitimpfungen am Impfzentrum durchgeführt. Bei jeder Impfung ist zudem die Vorlage des Personalausweises, des Reisepasses oder eines sonstigen Identifikationsnachweises erforderlich. Außerdem können Auffrischungsimpfungen auch bei den niedergelassenen Ärzten verabreicht werden.

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