Drei Mädels auf Krücken Verletzungspech schlägt bei NawaRo Straubing zu

NawaRo Straubings Außenangreiferin Lisa Izquierdo wurde am Mittwochvormittag operiert. Foto: fotostyle-schindler.de

Das Verletzungspech hat beim Volleyball-Bundesligisten zugeschlagen. Wie reagiert der Verein?

NawaRo Straubing trifft es derzeit verletzungstechnisch äußerst hart. Innerhalb von nur einer Woche haben sich gleich drei Spielerinnen verletzt. Lisanne Meis und Lisa Izquierdo, die beide schon beim Saisonauftakt gegen Wiesbaden gefehlt hatten, wurden am Mittwochvormittag operiert. Meis hat sich einen Einriss im Außenmeniskus, Izquierdo einen Einriss im Innenmeniskus zugezogen. "Beide sind gut aus der OP rausgekommen", berichtete Trainer Benedikt Frank. Wie lange die zweite Zuspielerin und die Außenangreiferin ausfallen werden, steht derweil noch nicht fest. Mit zumindest fünf, sechs Wochen rechnet Frank aber schon.

Beim ersten Saisonspiel knickte früh in der Partie auch noch Libera Sophie Dreblow um, ihr Fuß schwoll an, sie konnte die Partie aber zu Ende spielen. Die genaue Diagnose steht hier noch aus, eine MRT-Untersuchung gilt es noch abzuwarten. Einen Einsatz Dreblows am Samstag beim Auswärtsspiel in Potsdam stuft Frank aber als unwahrscheinlich ein. Bitter: Als Backup für die Libera-Position war ursprünglich die nun ebenfalls verletzte Lisa Izquierdo eingeplant.

Somit steht Frank derzeit mit einem sehr ausgedünnten Kader bei den Trainingseinheiten in der Halle, hat nur noch acht Spielerinnen zur Verfügung. "Wir müssen aktuell im Training und auch am Samstag in Potsdam improvisieren", sagt er. Die Verletzungen würden vor allem für zwei Probleme sorgen. Zum einen leide das Trainingsniveau, zum anderen fehle die nötige Entlastung für andere Spielerinnen bei den Spielen. Derzeit fehlt für Zuspielerin Magdalena Gryka ein Backup und für die beiden Außenangreiferinnen und eine Diagonalangreiferin steht nur eine Ersatzspielerin bereit. Die einzige Position, auf der sich Frank derzeit keine Sorgen machen muss, ist der Mittelblock – die Position, auf der es letzte Saison die größten Probleme gab.

Stellt sich die Frage nach möglichen Nachverpflichtungen. Um noch einmal großartig auf dem Spielermarkt aktiv zu werden, fehlt das Geld. Trainer Frank würde sich natürlich dennoch wünschen, dass man reagiert. "Das würden wir uns alle wünschen, aber wir müssen das vernünftig angehen und in unserer Budgetplanung bleiben", betont er. Er hat durchaus Optionen im Hinterkopf, die er für realisierbar hält. Zunächst müsse man aber ohnehin die genauen Diagnosen und die wahrscheinlichen Ausfallzeiten abwarten. "Wir haben Bedarf, dürfen aber nicht in Panik oder Hektik verfallen, sondern müssen genau abwägen, was für uns Sinn macht", sagt der Straubinger Coach.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading