Julia Kropf verwandelt Haare in Dreadlocks. Ihr Studio in Prackenbach ist gefragt. Warum die gelernte Friseurin nie wieder in einem normalen Salon arbeiten würde.

Leni sitzt in einem roten Drehstuhl. Die meisten Haare sind schon zu Dreads verfilzt. Seit viereinhalb Stunden ist die 27-Jährige in Julia Kropfs Studio. Etwa eine weitere wird es noch dauern, bis ihre Verwandlung komplett ist. Julia steht entspannt hinter ihr und greift nach einer blonden Strähne. Sie streicht für besseren Grip etwas Kieselerde an den Ansatz. Dann greift sie nach einem Lauskamm und bürstet die Strähne entgegen der Haarwuchsrichtung. So lange, bis ein Filz entstanden ist. Noch ist die Strähne nicht fertig. Julia nimmt eine Häkelnadel und zieht die äußeren Haare des Filzes mit flinken Handbewegungen nach innen – so lange, bis die Strähne die typische Dreadform hat. Am Ende werden zwischen 50 und 70 Stück auf Lenis Kopf sein.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

Im Video: die knapp sechsstündige Verwandlung im Zeitraffer