Dramatische Niederlage Rote Raben erkämpfen sich machbare Ausgangslage für Rückspiel im Challenge Cup

Lange stand das Spiel der Raben gegen Wiesbaden auf der Kippe. Foto: Rote Raben

Die Roten Raben haben das Achtelfinal-Hinspiel im Challenge Cup gegen den VC Wiesbaden auf dramatische Weise mit 2:3 verloren (23:25, 25:19, 16:25, 25:23, 14:16).

Vor 759 Zuschauern in der Ballsporthalle standen die Vilsbiburgerinnen im 4. Satz bei 17:22 schon relativ kurz vor einer 1:3-Niederlage – wenig später waren sie bei 10:6 im Tiebreak nicht mehr weit entfernt vom Heimsieg. Letztlich verwandelten die Hessinnen den 3. Matchball zum hauchdünnen Erfolg in einem „verrückten Match“, wie die beiden Trainer Jonas Kronseder und Dirk Groß unisono feststellten.

Der 1. Satz verlief lange Zeit auf Augenhöhe, ehe der VCW bei 18:18 vorentscheidend davonzog. Bei 19:24 wehrten die Raben zwar vier Satzbälle ab, der fünfte aber bedeutete das 23:25 und damit 0:1. Im 2. Abschnitt fand Vilsbiburg, das verletzungs- bzw. krankheitsbedingt auf Kirsten Knip und Tess von Piekartz verzichten musste und mit Srna Markovic als Libera spielte, in einen sehr guten Rhythmus und ließ von 8:5 über 16:11 bis zum 25:19 nichts anbrennen, so dass es 1:1 nach Sätzen stand.

Im 3. Durchgang waren die Gäste das bessere Team, einen 14:5-Vorsprung brachten sie zum 25:16 ins Ziel. Schrecksekunde für die Roten Raben: Kurz vor Satzende verletzte sich Nikol Sajdova bei einer Blockaktion am Fuß, musste sofort raus und in die Kabine. Emani Sims nahm den Platz der tschechischen Mittelblockerin ein, über deren Verletzung zunächst keine genauen Erkenntnisse vorlagen.

Keine guten Vorzeichen für die Gastgeberinnen also für den 4. Satz, wo sie dann auch noch einem Rückstand nachlaufen mussten. Bei 17:22 wurde die Luft dünn für die Raben, die nun aber eine prächtige Reaktion zeigten. Mit viel Energie und Leidenschaft, getragen von einem begeisterten Publikum, drehten sie diesen Satz auf spektakuläre Weise zum 25:23.

Es hieß also 2:2, und im Tiebreak hatten die Raben zunächst das Momentum voll auf ihrer Seite. Bei 10:6 schien der Heimsieg in Reichweite, doch dann machte Wiesbaden sechs Punkte am Stück. Die Roten Raben warfen noch einmal alles in die Waagschale, glichen zum 14:14 aus – aber schließlich verwandelte der VCW den 3. Matchball zum Auswärtssieg.

Die mit Abstand meisten Punkte des Abends machte Raben-Außenangreiferin Roslandy Acosta mit 23. Das Rückspiel steigt am kommenden Mittwoch in Wiesbaden. Die Ausgangsposition bietet den Roten Raben nun zwei Optionen für den Einzug ins Viertelfinale: Entweder ein glatter Auswärtserfolg mit 3:0 bzw. 3:1 – oder ein 3:2 mit anschließendem Sieg im Golden Set. Zunächst aber erwartet das Team von Jonas Kronseder am Samstag, 19 Uhr, in der Bundesliga die Ladies in Black Aachen.

 

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