An diesem Wochenende kann nicht nur das Ritterpaar Tina Pohmer und Andreas Scheuer Premiere feiern, sondern auch ein ganz besonderer Mitspieler zwei Jubiläen: Zum zehnten Mal steht Drache Tradinno im Mittelpunkt der Further Festspielsaison. Und am kommenden Wochenende wird er dabei zum 150. Mal sterben – damit die Further Tradition lebt.

Denn rechnet man alle Haupt-, General- und Festspielaufführungen zusammen, so wird er am Ende der diesjährigen Festspielwochen 160-mal offiziell seinem Tod in die Augen geschaut haben. Am 2. Juli 2010 wurde er von seinem Geburtsort, dem Zollner-Werk in Zandt, in seine neue Heimat transportiert.
Die Chamer Zeitung durfte damals exklusiv seine erste Reise begleiten. Was wohl die wenigsten wissen: Sandro Bauer, der einst als Zollner-Ingenieur Tradinno maßgeblich geplant und entwickelt hatte, schraubte bis zuletzt zusammen mit seinen Technikern und den Designern am Further Monster. Unvergesslich der kritische Blick von Seniorunternehmer Manfred Zollner, als er am 2. Juli gegen Mittag die Halle seines Werkes betrat, in der Tradinno geboren wurde. Bauers Nicken, verbunden mit einem Schmunzeln, signalisierten ihm, dass sein Team das Rennen gegen die Uhr gewinnen werde.
Und die Firma Zollner den wohl eindrucksvollsten Beweis dafür liefern konnte, dass im Landkreis Cham High-Tech-Innovationen möglich sind. In erster Linie ist dieser Drache aber neben Bauer vor allem Manfred Zollner zu verdanken, denn nur dessen Vertrauen in die Fähigkeiten seines Unternehmens und in die seiner Partnerfirmen ließen so manche Durststrecke während der Entwicklung durchhalten. So wurde er zurecht vom damaligen Bürgermeister Johannes Müller zum Further Ehrenbürger ernannt.
Um 16.18 Uhr erreichte Tradinno am 2. Juli 2010 Furth im Wald. Die Begeisterung der Bevölkerung war riesig. Und auch bei seiner Show anlässlich des zweitägigen Festes zeigte der neue Drache sich von seinen besten Seiten.