Eine größere Menge Gülle ist am Montag in den Mühlbach und in die Isen bei Oberdorfen im Landkreis Erding gelaufen. Das hatte ein massives Fischsterben von Anning/Oberdorfen bis Dorfen zur Folge.

Am Montag um 8.30 Uhr hat ein Zeuge der Polizei in Dorfen mitgeteilt, dass das Wasser der Isen bei Oberdorfen verunreinigt worden sei. Diesen Verdacht konnten Experten des Wasserwirtschaftsamtes München und des Landratsamt Erding inzwischen bestätigen. Zwischenzeitlich hatte sich jedoch bereits der vermutliche Verursacher der Verunreinigung gemeldet. Dabei handelt es sich um einen Landwirt und Biogasanlagenbetreiber aus der Region. Er hatte laut Polizei das Landratsamt Erding angerufen und gemeldet, dass von seiner Güllegrube Gülle in den Mühlbach und in die Isen gelaufen sei. Wie viel Gülle das war, konnte er nicht sagen. 

Inzwischen stellten Fachleute fest, dass das Gewässer in der Nähe von Oberdorfen stark verunreinigt ist. Außerdem kam es zu einem massiven Fischsterben zwischen Anning/Oberdorfen und Dorfen. Wie die Polizei mitteilte ist noch nicht klar, wie die Gülle austreten konnte. Wie viele Fische letztlich verendet sind, ist ebenfalls noch unklar. Den betroffenen Landwirt erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Verunreinigung eines Gewässers.