Donaustauf Käthe Kollwitz: "Gestandene Persönlichkeit"

Die berühmte Skulptur "Mutter mit totem Sohn" von Käthe Kollwitz in der Neuen Wache in Berlin. Foto: Soeren Stache

Die Büste der Bildhauerin kommt am 29. Mai in die Walhalla. Wer war sie?

Im Rahmen eines Festakts der bayerischen Staatsregierung wird am Mittwoch, 29. Mai, nachmittags die Büste der Bildhauerin Käthe Kollwitz in der Walhalla bei Donaustauf enthüllt. Kollwitz gilt als eine der bedeutsamsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr bekanntestes Werk ist eine nur 40 Zentimeter hohe Bronzeskulptur mit dem Titel "Pietá". Sie entstand von 1937 bis 1939 und zeigt nach dem Vorbild der berühmten Pietá von Michelangelo im Petersdom eine Mutter mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß.

Käthe Kollwitz überträgt allerdings die bei Michelangelo dargestellt Trauer Marias um den gekreuzigten Jesus auf sich selber. Sie zeigt ihre eigene Trauer um ihren jüngeren Sohn Peter, der im Herbst 1914 in der ersten Schlacht in Flandern einer von rund 100.000 Toten war. Diese Kollwitz-Pietá steht in der Sammlung des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern. Dort entdeckte sie der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl. Er gab dem Berliner Bildhauer Harald Haacke den Auftrag, das Kollwitz-Original um das Vierfache auf 1,60 Meter zu vergrößern. Diese massive Bronzeskulptur heißt jetzt "Mutter mit totem Sohn". Sie steht seit 1993 im Mittelpunkt der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in der Neuen Wache Berlin. In dieser Gedenkstätte an der Straße Unter den Linden wird Kollwitz' Werk alljährlich von hunderttausenden Besuchern und zahlreichen Staatsgästen besucht.

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