Donau bei Kelheim Wiederansiedlungsprojekt für den Zingel geplant

Der Zingel ist eine stark gefährdete Fischart, die in Deutschland nur in der bayerischen Donau vorkommt. Foto: LfU

Wenn man so will, ist der Zingel der wohl bayerischste aller Fische. Denn er kommt in Deutschland nur in der Donau im Freistaat vor - allerdings auch dort immer seltener. Um die Fischart vor dem Aussterben zu bewahren, planen das Landesamt für Umwelt  (LfU) und der Landesfischereiverband (LFV) nun ein Wiederansiedlungsprojekt im Raum Kelheim. 

Früher war der Zingel laut Lfu auch in vielen Mittel- und Unterläufen der Donau verbreitet - etwa in Isar, Inn und Salzach. Heute ist er nur noch in der Donau zwischen Regensburg und der deutsch-österreichischen Grenze anzutreffen. Auf der Roten Liste werden die Fische als "stark gefährdet" eingestuft. Um das Überleben des Zingels zu sichern, wollen LfU und LFV jetzt etwa 20.000 nachgezüchtete Zingel in der Donau auswildern. Das soll an zwei Stellen in der Nähe von Eining (Kreis Kelheim) und Pförring (Kreis Eichstätt) geschehen, wie das LfU am Mittwoch mitteilte. Hier sollen die Fische künftig eine neue Heimat finden und sich selbstständig fortpflanzen. 

Zingel gehören zur Familie der Barschartigen und werden bis zu 50 Zentimeter groß. Sie können maximal 15 Jahre alt werden. Die Gründe für den Rückgang ihrer Population sind vielschichtig, vor allem der Donauausbau und der Schiffsverkehr spielen laut LfU eine Rolle. 

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