Disney+ Star-Wars-Serie Obi-Wan Kenobi auf der Flucht vor Darth Vader

Darth Vader (Hayden Christensen) blickt von der Brücke seines Schiffs in den Hyperspace. Sein Ziel: Obi-Wan Kenobi. Foto: Lucasfilm Ltd.

„Obi-Wan Kenobi“ spielt zehn Jahre nach „Star Wars: Episode III“ und folgt dem gleichnamigen Jedi-Ritter. Dieser lebt im Exil, doch Darth Vader lockt ihn nun aus seinem Versteck.

Die „Star Wars“-Serie „Obi-Wan Kenobi“ wurde von Fans sehnsüchtig erwartet. Jahrelang gab es Gerüchte, dass Ewan McGregor als der legendäre Jedi-Meister zurückkehrt. Er ist einer der beliebtesten Charaktere aus dem Franchise. Dementsprechend groß war der Hype. Doch wie so oft bei „Star Wars“-Produkten aus dem Hause Disney kann die Serie den Erwartungen nicht ganz standhalten.

Hier der Trailer zur Serie:

  

Darum geht’s: Darth Vader (Hayden Christensen), ehemals Anakin Skywalker, hat sich einem Ziel verschrieben: alle Jedi, die Order 66 überlebt haben, zu töten. Allen voran seinen alten Meister Obi-Wan Kenobi. Er bekommt dabei Hilfe von den Inquisitoren, bekannt aus der Serie „Star Wars Rebels“. Besonders Reva (Moses Ingram), auch die „Dritte Schwester“ genannt, stellt sich dabei als besonders skrupellos heraus. Sie wird neben Darth Vader zum größten Feind Kenobis. Sie heuert Kopfgeldjäger an, um die junge Prinzessin Leia Organa (Vivien Lyra Blair) auf ihrem Heimatplaneten Alderaan zu entführen. Denn sie weiß, dass Obi-Wan Leias Beschützer ist und sieht die Prinzessin als den besten Weg, an ihn heranzukommen.

Es folgt eine Verfolgungsjagd bei der die Galaxis, in dem Obi-Wan die Thronerbin vor dem Imperium beschützen muss. Doch er ist nicht mehr derselbe wie noch in Episode III. Obi-Wan hat seine Verbindung zur Macht verloren und auch seine Fähigkeiten mit dem Lichtschwert sind eingerostet. Viel Jedi steckt nicht mehr in ihm. Als er erfährt, dass sein ehemaliger Schüler Anakin Skywalker noch lebt, weiß er, dass er es ist, der ihn jagt. Im Laufe der Serie treffen die beiden in explosiven Szenen aufeinander.

In aller Kürze: Die zehnjährige Prinzessin Leia Organa wird von Inquisitorin Reva für nur einen Zweck gefangen genommen: um Obi-Wan Kenobi aus dem Exil zu locken.

Fazit: Die Serie hat Szenen, die „Star Wars“-Fans Gänsehaut bereiten. Besonders die Beziehung zwischen Anakin und Obi-Wan ist emotionaler denn je. Sie ist geprägt von der Rachsucht des Sith und der tiefen Reue des Jedi. Ewan McGregor überzeugt wie schon in den Episoden I bis III mit einer ausgezeichneten Schauspielleistung. Und besonders Vivien Lyra Blair entpuppt sich als eine der besten Kinderdarstellerinnen der vergangenen Jahre. Sie passt perfekt in die Rolle von Leia und gibt der Prinzessin die Entschlossenheit und Sturheit, die den Charakter schon in den 1970er-Jahren so beliebt gemacht hat.

„Obi-Wan Kenobi“ hat allerdings, neben einem schlechten Schnitt und einer mittelmäßigen Kamera, ein großes Problem: Die Story ist zeitlich zwischen Episode III und IV angesiedelt. Das bedeutet, dass Fans bereits wissen, wie die Geschichte um Leia, Vader und Obi-Wan ausgeht. Dem Zuschauer ist klar, dass keiner der Charaktere sterben wird. Das raubt der Serie häufig die Spannung und limitiert sie stark.

Auch hier zeigt sich Disneys Angst, mit „Star Wars“ etwas Neues zu versuchen. Die Produzenten verlassen sich auf alte Charaktere mit abgeschlossenen Geschichten, da sie wissen: Da schalten die Fans ein. Wirklich begeistert ist aber fast niemand. Das ist schade, denn die Stärke der Marke ist es gerade, in einem endlosen Universum etwas Neues zu erschaffen.

Die Serie „Mandalorian“, die seit 2019 die Abenteuer des Kopfgeldjägers Din Djarin erzählt, ist genau dadurch so populär geworden. Die Charaktere sind größtenteils neu und besonders die Story ist frisch und überrascht. „Obi-Wan Kenobi“ kann das leider nicht bieten.

„Obi-Wan Kenobi“, seit dem 27. Mai auf Disney+ zu sehen, eine Staffel mit sechs Folgen á 45 bis 55 Minuten, Altersfreigabe ab zwölf Jahren.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

 
 
 

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