Disney+-Serien-Tipp Suche nach sich selbst in Disney+-Serie "Love, Victor"

, aktualisiert am 16.08.2021 - 11:34 Uhr
Victor (Michael Cimino) sucht in der Serie "Love, Victor" nach seinem wahren Ich. Foto: Michael Desmond/Hulu

Mit "Love, Simon" kam 2018 eine sehr berührende Coming-of-Age-Tragikomödie über einen Jungen und sein Coming-out ins Kino, die von Kritikern und Zuschauern bejubelt wurde. Der Film basiert auf dem Roman "Nur drei Worte" von Becky Albertalli. Nach seinem Erfolg war schnell klar, dass es einen Ableger geben muss. Und so bestellte Disney für seinen Streaming-Dienst Disney+ eine Serie mit der gleichen Handlung, dem gleichen Schauplatz, aber mit anderen Teenies und einer neuen Liebesgeschichte.

Darum geht's: Victor (Michael Cimino) zieht mit seiner Familie in einen Vorort von Atlanta, wo er neuer Schüler der Creekwood High School wird. Dort hat sich vor ein paar Jahren Simon Spier aus dem Film "Love, Simon" vor der ganzen Schule geoutet. Victor hofft, dass er sich an der neuen Schule endlich über seine eigene sexuelle Orientierung klar wird.

Als er mit Mia (Rachel Hilson) eine Beziehung eingeht, sich aber gleichzeitig in Benji (George Sear) verliebt, steht seine Gefühlswelt völlig auf dem Kopf. Er fängt an, auf Instagram mit Simon Spier, der inzwischen den High-School-Abschluss hinter sich hat und offen schwul in New York lebt, zu chatten. Und lernt dadurch langsam, zu sich selbst zu stehen. Doch nicht nur sein Outing stellt ihn auf die Probe. Er muss auch familiäre Streitereien und schulische Probleme bewältigen.

In aller Kürze: Ein Junge lernt, zu sich selbst zu stehen.

Fazit: Berührend, tiefgründig und ehrlich nimmt uns "Love, Victor" mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Dabei führt die Serie von Disney+ den Film "Love, Simon" gelungen fort. Sie zeigt mit Victor einen gefühlvollen und zerbrechlichen jungen Mann, der sich seine Homosexualität erst selbst eingestehen muss, bevor er endlich vor anderen zu sich selbst stehen kann.

Die Liebesgeschichte zwischen Victor und Benji, der übrigens ein bisschen aussieht wie Edward aus den "Twilight"-Filmen, ist aber nicht die einzige, die erzählt wird. Auch Lake (Bebe Wood) und Felix (Anthony Turpel), zwei Freunde von Victor, müssen lernen, zu sich selbst und ihrer geheimen Beziehung zu stehen.

Damit ist "Love, Victor" eine gelungene Serie über das Erwachsenwerden, die deutlich zeigt: Liebe ist Liebe - egal, zwischen wem.

"Love, Victor", Coming-of-Age-Serie, zwei Staffeln mit je zehn Folgen, verfügbar bei Disney+, freigegeben ab zwölf Jahren. Hier geht es zur Serie.

 

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