Diskussion Flutpolder-Bau: Umweltminister will Betroffene treffen

Bauarbeiten am Flutpolder Sand-Entau. Foto: Armin Weigel/dpa/dpa

In der Diskussion um den Bau von Flutpoldern entlang der Donau in der Oberpfalz zeichnen sich die nächsten Schritte ab. Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) will vier Betroffene besuchen, deren Anwesen innerhalb der geplanten Flutpolderflächen liegen.

Das kündigte der Minister am Mittwoch bei einem Gespräch mit Kommunalpolitikern sowie Vertretern von Behörden und Interessengemeinschaft an. Zudem unterstrich Glauber laut seinem Sprecher, dass der mögliche Flutpolder-Standort Eltheim vom Tisch sei. Statt der Standorte Eltheim und Wörthhof soll es die gemeinsame Variante Wörthhof-groß geben.

Das Kabinett hatte im Sommer 2021 den Bau der umstrittenen Flutpolder zum Hochwasserschutz an der Donau beschlossen. Eine Studie des Landesamtes für Umwelt (LfU) hatte zuvor die Wirksamkeit von Poldern an den Standorten Eltheim und Wörthhof im Landkreis Regensburg sowie Bertoldsheim im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen bestätigt und als alternativlos beim Hochwasserschutz eingeschätzt. Mit sieben weiteren Standorten für Flutpolder soll an der Donau eine Polderkette entstehen, die bei extremen Hochwassern den Angaben nach rund 120 000 Menschen besser schützen würde.

Flutpolder sind Rückhaltebecken, die im Fall eines drohenden Hochwassers geflutet werden und so erhebliche Wassermassen aus den Flüssen nehmen. Somit können in flussabwärts liegenden Regionen Überschwemmungen verhindert oder abgemildert werden.

 
 
 

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