Disco-Vorfall in Straubing Noch viele Fragen offen

Nach dem Aufenthalt in einer Diskothek in Straubing mussten am Wochenende mehrere Frauen im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt. (Symbolbild) Foto: Sophia Kembowski, dpa

Nach dem Besuch in einer Straubinger Disco klagten mehrere Frauen am Wochenende über Übelkeit und Kopfweh - die Jüngste von ihnen war gerade mal 15. Der Fall schlägt vor allem in sozialen Netzwerken hohe Wellen. Viele Fragen sind aber nach wie vor offen.

Was bislang bekannt ist: Mehreren Besucherinnen einer Disco in der Straubinger Innenstadt ging es am Sonntag, 21. November, gegen 1.20 Uhr sehr schlecht. Der Rettungsdienst musste anrücken und brachte schließlich vier Frauen ins Krankenhaus. Sie klagten über Kopfweh und Übelkeit. Zeugen berichten, sie hätten auf der Toilette eine der Frauen augenscheinlich bewusstlos gefunden. Andere berichten von einer jungen Frau, die aus der Disco hinausgetragen worden sei, weil sie nicht mehr selbstständig gehen konnte. Eine andere der jungen Frauen habe sich vor der Discothek heftig übergeben müssen.

Im Laufe der Nacht kamen auch noch zwei weitere Frauen mit ähnlichen Symptomen ins Krankenhaus. Laut Polizei hatten auch sie zuvor in derselben Diskothek gefeiert. Alle sechs Frauen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren hatten dort auch Alkohol getrunken. 

Lesen Sie hier die Erstmeldung: Kaum ansprechbar: Frauen nach Disco-Besuch im Krankenhaus

Der Fall sorgt seitdem vor allem in sozialen Netzwerken wie Facebook für viel Aufregung - und viele Fragen. Warum ging es den Frauen plötzlich so schlecht? Waren möglicherweise KO-Tropfen oder andere Substanzen im Spiel? Dazu kann die Polizei noch keine Auskunft geben. Die Ermittlungen dauerten noch an, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern am Mittwoch auf Nachfrage. Derzeit könne man noch keine gesicherten Angaben zu den Gründen für die Symptome geben. Und an Spekulationen werde sich die Polizei nicht beteiligen. 

Auch die Frage, in welcher Diskothek sich der Vorfall ereignete, treibt viele Menschen um. Zumal die Polizei ja auch um Zeugenhinweise bittet. Den Beamten ist die betroffene Disco natürlich bekannt - öffentlich machen wollen sie sie aus ermittlungstaktischen Gründen aber nach wie vor nicht. Deswegen werden alle Bürger, die in der Nacht auf Sonntag in einer Straubinger Diskothek etwas Verdächtiges gehört oder gesehen haben, gebeten, sich unter der 09421/868-0 zu melden. Zwei Zeugenhinweise seien bereits eingegangen. teilte der Sprecher mit. 

Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgt die Tatsache, dass eine der Betroffenen erst 15 Jahre alt war. Sie hätte sich also um 1.20 Uhr gar nicht mehr in der Disco aufhalten dürfen. Wie gelangte sie trotz der 2G+-Kontrollen hinein? Auch hierzu kann die Polizei auf Nachfrage noch keine Auskunft geben. So bleibt in dem Fall aktuell noch vieles unklar. Unsere Redaktion wird weiter berichten, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. 

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading