Die Suche nach Normalität Weitere Bundesligisten nehmen Training auf

In Gruppen sollen auch die Bayern-Profis um Torhüter Manuel Neuer wieder trainieren. Foto: imago

An diesem Montag wollen weitere Bundesligisten auf den Trainingsplatz zurückkehren. Wegen der Corona-Krise müssen strenge Auflagen eingehalten werden. Die sind aber unterschiedlich.

An normales Mannschaftstraining ist längst noch nicht zu denken. Wenn an diesem Montag weitere Bundesligisten auf den Trainingsplatz zurückkehren, wird das Programm von allerlei Merkwürdigkeiten geprägt sein. Keine Zweikämpfe, Einzel-Umkleiden und verschlossene Duschen - und schon gar keine Kiebitze am Rand, die jeden Fehlschuss argwöhnisch kommentieren. Das Coronavirus schränkt auch den Alltag der Profi-Fußballer drastisch ein.

"Es hat sich alles verändert, wir betreten alle zusammen Neuland", sagte David Wagner, Trainer des FC Schalke 04, der "Bild am Sonntag" zu den Auswirkungen der Krise. Die Schalker dürfen von Montag an aufgrund behördlicher Genehmigungen in Gruppen von bis zu sieben Profis trainieren. Umziehen müssen sich diese aber einzeln, zudem ist ein gewisser Mindestabstand vorgeschrieben.

Strenge Auflagen bei den Bayern

Auch beim Tabellenführer FC Bayern gelten strenge Auflagen. Einem Bericht des "kicker" zufolge sollen die Spieler in vier Gruppen aufgeteilt werden, die in zeitlichen Abständen in der Tiefgarage am Vereinsgelände abgeholt werden. Trainiert werden soll auf verschiedenen Plätzen, geduscht zu Hause. Zuletzt hatten sich die Profis des Rekordmeisters mit Cyber-Training, also per Video-Schaltung, fitgehalten.

"Wir wollen keine Extrawurst, das ziemt sich auch nicht in diesen Zeiten", hatte Christian Seifert, der Geschäftsführer und Präsidiumssprecher der Deutschen Fußball Liga, gesagt. "Aber wir sind ein Wirtschaftsunternehmen wie viele andere. Training ist auch Teil des Berufes. Und die Vereine versuchen, sich durch diese Zeit zu navigieren."

Vereine wollen im Mai wieder spielen

Die Mitgliederversammlung der DFL hatte sich auf den vergangenen Sonntag als Stichtag geeinigt, ab dem wieder in erhöhtem Maße trainiert werden soll. Der Spielbetrieb ist derzeit bis mindestens zum 30. April unterbrochen. Das erklärte Ziel aller Vereine ist, im Mai wieder zu spielen und die Saison möglichst bis zum 30. Juni abzuschließen. Einigermaßen reguläres Training ist deshalb notwendig.

Einige der 18 Bundesligisten hatten bereits vorher mit dem Training auf dem Platz begonnen. Der Tabellenzweite Borussia Dortmund ist schon seit einer Woche wieder dabei, allerdings auch nur in festen Zweiergruppen und ohne die Möglichkeit, im großen Team zusammenzukommen.

Der VfL Wolfsburg trainiert bereits seit dem 23. März, ebenfalls ausschließlich in Kleingruppen, die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten des Innenbereichs der Volkswagen Arena arbeiten. Für eine Rückkehr auf den Trainingsplatz hat aber auch der VfL eine Ausnahmegenehmigung.

 

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