Behutsam faltet Bastian Neumann das dünne Papier zur Seite. Eine Kompresse kommt zum Vorschein, getränkt mit Blut. Es ist das Blut seiner Großtante Therese Neumann, der Resl von Konnersreuth.

Von 1926 bis zu ihrem Tod 1962 durchlebte sie Woche für Woche das Leiden Christi, Wundmale an Händen und Füßen zeichneten sie. Das ist die eine Seite der kontrovers diskutierten Frau, für die gerade ein Seligsprechungsprozess läuft.

Der Rodinger Kaplan beleuchtet bei einem Vortrag im Pfarrheim weitere, bislang eher unbekannte Facetten der Vita seiner Großtante.