Die Neuen des Jahn Jan-Marc Schneider: "Komme über Leidenschaft und Mentalität"

Jan-Marc Schneider ist vom FC St. Pauli nach Regensburg gewechselt. Foto: imago

Der gebürtige Hamburger Jan-Marc Schneider stürmt zukünftig für Jahn Regensburg. Er bringt Mentalität mit und sagt: "Ich gebe nie auf".

In diesem Sommer gibt es viele neue Gesichter beim SSV Jahn Regensburg. In einer Serie stellt idowa die Neuzugänge vor. Den Anfang macht Stürmer Jan-Marc Schneider, der vom Ligakonkurrenten FC St. Pauli in die Oberpfalz gewechselt ist.

Jan-Marc Schneiders Weg zum Jahn

Mit dem Fußball angefangen hat der gebürtige Hamburger beim SV Halstenbek-Rellingen, wechselte aber schnell in die Nachwuchsabteilung des Hamburger SV, wo er bis 2011 spielte. Es folgten Stationen in Blankenese, Norderstedt und Halstenbek. „Es war gut, dass ich früh in den Herrenbereich gegangen bin. Da konnte ich mich persönlich gut weiterentwickeln, wurde selbstständiger und eigenständiger und konnte von vielen älteren Spielern lernen“, blickt er zurück.

2015 schloss er sich der U23 des FC St. Pauli an, schaffte den Sprung in die erste Mannschaft und stand insgesamt 27 Mal in der 2. Bundesliga für die Profimannschaft auf dem Platz. „Man kann schon sagen, dass ich mich am Ende hochgearbeitet habe“, sagt Schneider. Etwas, das gut zu seinem Naturell passt: „Ich bin ein Spieler, der über Leidenschaft und Mentalität kommt.“

Da er bei beiden Clubs gespielt hat, stellt sich natürlich die Frage: HSV oder St. Pauli – wofür schlägt das Herz? „Ich hatte bei St. Pauli sportlich eine erfolgreichere Zeit. Persönlich kann ich mich auch mit den Werten, für die der Verein steht, sehr gut identifizieren“, sagt Schneider. „Aber auch beim HSV hatte ich eine gute Zeit. Ich bin Hamburger und möchte mich da auf keine Seite stellen. Das sind zwei tolle Vereine.“

Das bisherige Karrierehighlight

Hier fällt Schneider sofort das Heimspiel mit dem FC St. Pauli gegen den VfL Bochum im Dezember 2017 ein. Die Hamburger setzten sich mit 2:1 durch und Schneider erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. „Bei einem Flutlichtspiel am Millerntor zu treffen und zu gewinnen, ist auf jeden Fall ein absolutes Highlight“, sagt er.

Das sind die Gründe für den Wechsel zum Jahn

Nachdem die erste Anfrage des Jahn kam, hat sich Schneider relativ schnell in den Zug gesetzt und ist nach Regensburg gefahren, um Gespräche zu führen und sich alles anzuschauen. „Ich hatte von Beginn an sehr, sehr gute Gespräche und habe mich sofort wohlgefühlt“, sagt er. Dazu hat er sich auch andere Meinungen eingeholt, etwa von seinem letztjährigen Teamkollegen und Ex-Jahnler Marvin Knoll. „Er hat mir viel Positives über Regensburg erzählt, wie man hier miteinander umgeht, dass Menschlichkeit ganz oben steht. Auch andere Leute, mit denen ich gesprochen habe, haben mir den Jahn empfohlen. Deshalb war für mich sehr schnell klar, dass ich mir das sehr gut vorstellen kann.“

Das sind die ersten Eindrücke

Die sind rundum positiv. „Die Stadt hat mir auf Anhieb gefallen“, berichtet er. Und auch in der Mannschaft fühlt er sich bereits wohl. „Wir haben eine coole Truppe mit super netten Jungs“, sagt er. „Alle arbeiten sehr professionell und das Training ist sehr intensiv. Das macht einfach Spaß.“

So tickt Jan-Marc Schneider auf dem Platz

Eine Grundvoraussetzung für die Jahn-Mannschaft bringt der 25-Jährige auf jeden Fall mit: „Ich bin ein Spieler, der nie aufgibt“, sagt er über sich selbst. Er sei auf dem Platz ehrgeizig und ein aggressiver Spieler – aber auch zielstrebig. „Ich will am Ende das Tor schießen oder es dem besser positionierten Mitspieler auflegen.“ Zudem habe er ein gutes Tempo, einen guten Abschluss und sei in der Offensive flexibel einsetzbar.

So tickt Jan-Marc Schneider privat

Privat beschreibt sich Schneider als eher ruhigen Menschen – aber mit einer positiven Ausstrahlung. „Mit mir kann man gut lachen. Ich bin ein sehr positiver Mensch und nicht gerne schlecht gelaunt.“

Das sind die Ziele in der kommenden Saison

Sein primäres Ziel sei, sich persönlich weiterzuentwickeln. „Dazu möchte ich hier ganz klar um einen Stammplatz kämpfen und so viel Einsatzzeit wie möglich haben“, sagt er. Mit der Mannschaft gehe es darum, „so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern und darüber hinaus so viele Punkte wie möglich zu holen.“

Das sagen die Verantwortlichen

Geschäftsführer Christian Keller sagt: „Jan hat auf St. Pauli gezeigt, dass er ein absoluter Teamplayer ist, der immer sein Bestes für seine Mannschaft in die Waagschale wirft.“ Zudem bescheinigt er dem neuen Angreifer „Geschwindigkeit, Aggressivität und Abschlussstärke“.

Für Trainer Mersad Selimbegovic ist Schneider „ein absoluter Mentalitätsspieler. Auch wenn er nur eine Minute gespielt hat bei St. Pauli, ist er für die Einwechslung zur Bank gesprintet. Und wenn er reingeht, dann scheppert’s gleich. Aber er hat auch spielerische Qualitäten. Er hat einen guten Abschluss und Schnelligkeit. Alles Eigenschaften, die wir hier brauchen.“

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