Die Neuen des Jahn Der Jahn-Fußball passt zu Chima Okoroji

Chima Okoroji ist für eine Saison vom SC Freiburg zum SSV Jahn Regensburg ausgeliehen. Foto: imago

Im zweiten Anlauf hat Chima Okorojis Wechsel zum SSV Jahn Regensburg geklappt. Hier hofft die Leihgabe des SC Freiburg nun auf Spielpraxis in der 2. Bundesliga.

Beim SSV Jahn Regensburg gibt es in diesem Sommer viele neue Gesichter. idowa stellt die Neuzugänge in einer Serie vor. Dieses Mal dreht es sich um Chima Okoroji, der vom Bundesligisten SC Freiburg an den Jahn verliehen wurde.

Chima Okorojis Weg zum SSV Jahn

Der Sohn einer Engländerin und eines Nigerianers wurde in München geboren und hat „den Ball von Anfang an geliebt“, wie er selbst sagt. Nach ersten Schritten beim TSV Grünwald wechselte Okoroji in der U8 zum FC Bayern München, wo er bis zur U19 alle Jungendteams durchlief. „Bei Bayern geht es viel um Ballbesitz, um Ballsicherheit und Technik“, blickt der Außenverteidiger, der aufgrund der Herkunft seiner Mutter Fan des FC Liverpool ist, heute auf die Ausbildung beim Rekordmeister zurück.

Eine entsprechend große Umstellung war sein Wechsel im Januar 2015 zum FC Augsburg. „Da musste ich mich auch mental umstellen. Es ist einfach etwas anderes, wenn man aggressiv anläuft, eklig spielt und das Spiel mehr auf Zweikämpfe ausgelegt ist. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen“, so der Linksverteidiger. Der Grund für seinen Wechsel zu den Schwaben war die geringe Durchlässigkeit beim FC Bayern zum Profiteam. Weil auch in Augsburg die Perspektive auf die Bundesliga aufgrund eines großen Profikaders eher klein war, entschloss sich Okoroji 2017 erneut zu einem Wechsel und schloss sich dem SC Freiburg an. Dort bestritt er nach einer ersten Saison in der zweiten Mannschaft in der vergangenen Spielzeit auch seine ersten beiden Spiele in der Bundesliga. „Ich kannte die Bundesliga ja nur aus dem Fernsehen. Auf einmal selbst auf dem Rasen zu stehen vor so vielen Zuschauern, das war schon ein Mega-Gefühl“, sagt er im Rückblick auf sein Debüt im Berliner Olympiastadion gegen Hertha BSC.

Das bisherige Karrierehighlight

Das waren für Okoroji neben seinem ersten Bundesliga-Spiel in Berlin die Partien mit dem FC Bayern in der UEFA Youth League. „Wir sind immer mit den Profis mitgeflogen, um dann gegen den Nachwuchs der internationalen Top-Teams zu spielen“, berichtet er. Besonders in Erinnerung geblieben ist das Spiel gegen Manchester City in England. „Es waren knapp 1.500 Zuschauer im Stadion. Wir haben zwar am Ende 0:6 verloren, aber es war trotzdem ein besonderes Erlebnis.“

Das sind die Gründe für den Wechsel zum Jahn

Chima Okoroji war schon einmal in Gesprächen mit dem Jahn, wie er verrät. „Als Heiko Herrlich hier Trainer war, hatten wir schon einmal Kontakt. Damals hat es aber noch nicht geklappt“, erzählt er. Nun gab es wieder eine Anfrage der Regensburger und Okoroji ist froh, dass der Wechsel nun zustande gekommen ist. Der Hauptgrund liegt für ihn dabei in der Perspektive auf Spielpraxis: „Ich wollte zu einem Verein wechseln, bei dem ich mich auf hohem Niveau weiterentwickeln kann. Dafür möchte ich natürlich auch möglichst viele Spielzeiten sammeln“, sagt er. Mit seinem „Vorgänger“ Jonas Föhrenbach, ebenfalls Linksverteidiger und vergangene Saison von Freiburg an den Jahn verliehen, hat er sich im Vorfeld übrigens nicht ausgetauscht. Denn die beiden waren nicht gleichzeitig beim SC Freiburg.

Das sind die ersten Eindrücke

Er habe sich sofort wohlgefühlt in der Mannschaft, berichtet Okoroji. „Alle sind nett und es gibt keine Stinkstiefel im Team.“ Auch in der Stadt gefalle es ihm, zumal er nicht weit von seiner Heimatstadt München entfernt lebt. Was ihm sportlich sofort aufgefallen ist? „Hier wird wirklich alles gemeinsam gemacht – egal, ob wir gewinnen oder verlieren. Es gibt keine Einzelkämpfer.“ Auch die Spielphilosophie zeichne den Jahn aus.

So tickt Chima Okoroji auf dem Platz

Das aktive Spiel gegen den Ball hat Okoroji zwar erst nach seinem Abschied vom FC Bayern richtig kennengelernt, es gefällt ihm mittlerweile aber richtig gut: „Diese Art des Fußballs passt zu mir. Ich mag es, gegen den Ball zu arbeiten, Bälle zu erobern und dann schnell nach vorne umzuschalten“, sagt er. Darüber hinaus beschreibt er sich als „schnellen Spieler, der über sein Tempo kommt und einen guten linken Fuß hat.“

So tickt Chima Okoroji neben dem Platz

Er sei privat ein sehr ruhiger Mensch, beschreibt sich Okoroji. „Oft gehe ich einfach heim, lege mich auf die Couch und mache nichts“, erzählt er. Eines seiner Hobbys sei Shoppen – auf Schuhe und Klamotten lege er wert.. Ob er diesen Tick auch bei Fußballschuhen auslebe? „Ich schaue schon gerne nach unten und habe gute Schuhe an“, sagt Okoroji mit einem Schmunzeln. „Aber das Wichtigste ist, dass ich gut mit ihnen spielen kann.“ Ebenfalls eine Leidenschaft entwickelt hat der Bayer für Autos, fährt aktuell selbst ein Modell seiner Lieblingsmarke Mercedes.

Das sind die Ziele für die kommende Saison

Mit der Mannschaft genießt es oberste Priorität, so schnell wie möglich die 40 Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Persönlich will er so schnell wie möglich in der Mannschaft ankommen. „Gegen den Ball geht es hier schon richtig zur Sache. Da habe ich auch erst ein paar Spiele gebraucht, um reinzukommen.“ Er wolle sich beim Jahn „weiterentwickeln und einfach spielen. Ich will zeigen, dass ich auch in der 2. Bundesliga meine Leistung bringen kann.“

Das sagen die Verantwortlichen

"Er hat eine unglaubliche Dynamik und einen super ersten Kontakt. Er ist auch in der Lage die Wege von Eckfahne zu Eckfahne zu machen", sagt Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic. "Auch in unsere Spielidee kommt er immer besser rein, ich bin sehr zufrieden mit ihm."

Geschäftsführer Christian Keller meint: "Wir haben die Entwicklung von Chima bereits seit mehreren Jahren intensiv verfolgt. Chima ist in der Lage, die Linksverteidigerposition sehr offensiv zu interpretieren, ohne dabei die erforderliche defensive Stabilität zu vernachlässigen. Diese Spielweise soll er nun auch voller Überzeugung und Identifikation beim SSV Jahn einbringen."

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