Mit Superlativen sollte man gerade im Sport vorsichtig umgehen, aber der vierte Platz der Straubing Tigers nach der DEL-Hauptrunde ist schlichtweg eine Sensation. Der Klub aus der niederbayerischen Kleinstadt hat auch in dieser Spielzeit die Großen das Fürchten gelehrt, sich gerade in der zweiten Saisonhälfte auf Augenhöhe mit den Giganten der Branche wie Berlin, München, Mannheim oder auch die von Automobilkonzernen getragenen Wolfsburger und Ingolstädter (alle mit Saisonetats von über zehn Millionen Euro) bewegt. In Straubing gibt es noch andere Erfolgsfaktoren als Geld. Doch vor dem Playoffstart mischen sich auch ein paar Sorgen in die Vorfreude. 

Zum dritten Mal in Folge sind die Tigers direkt ins Playoff-Viertelfinale eingezogen, wenngleich die letzten beiden Spielzeiten aufgrund der Corona-Pandemie unter extremen Bedingungen über die Bühne gegangen sind - mit diesen allerdings mussten alle zurecht kommen. "Wie wir zusammengehalten haben, das hat mir viel Spaß gemacht". Sebastian Vogls Fazit nach zwei Spielen gegen Berlin - und das nach langer Verletzungspause - drückt die Stimmungslage im Team ganz gut aus. Das Selbstvertrauen ist in den letzten Wochen gewachsen, dazu haben auch Erfolge über Spitzenteams beigetragen.