Die idowa-Familienkolumne Warum Eltern so "nachtragend" sind

Familienmensch: Die idowa-Familienkolumne. Foto: pixabay, Andreas Reichelt

„Hast alles dabei?“, ist eine Frage, die Eltern gefühlt stündlich stellen. Denn ob Brotzeit, Turnzeug oder die Hausaufgaben, Kinder scheinen eine genetische Disposition zum Liegenlassen zu haben. Möglicherweise in chromosomaler Verwandtschaft zum LiegenBLEIBEN. Jedoch nicht zu verwechseln mit dem klassischen „Turnbeutelvergesser“, der eher eine Charakterstudie darstellt, weniger eine ganze Generation definiert.

Familienmensch – die idowa-Familienkolumne gibt es auch zum Anhören:

So wird in vielen Fällen das Hochheben der Bettdecke oder das Beiseiteziehen des Vorhangs zu einem echten Glücksspiel. Wenn sich also in versteckter Position das jüngst fertiggestellte Kunstprojekt findet, das vorgestern hätte abgegeben werden müssen, und das zur Benotung existenziell wirkt, dann sind es eben die Eltern, die ins Auto steigen und zur Schule fahren. Wenn sie denn vor lauter Augenrollen und Schimpfen die Familienkutsche finden.

Im Sekretariat schmunzelt man bereits, wenn ein und derselbe elterliche Nachzügler kurz vor der großen Pause eintrudelt und wahlweise Heft, Mathebuch, Kunstprojekt oder Thermoskanne vorbeibringt. „Was hamma denn heute vergessen?“, gefolgt von einem Schmunzeln aller anwesenden Sekretärinnen. Unter der Maske lassen sich übrigens hervorragend Antworten formulieren, die man nur in den eigenen Gedanken hören kann.

Als das Kind dann am Abend erwähnt, dass es für das Kunstprojekt eine 1 gab, scheint alles in Ordnung. Bis zu: „Hättest es aber nicht bringen brauchen. Ich war die Einzige, die es schon dabeihatte.“ Kaum war der Satz ausgesprochen, knallt die Tochter die Tür zu. Darauf klebt ein von Ihr gemaltes Bild mit dem Satz: "Alles muss man selber machen lassen!"

Nicht explodieren, ganz ruhig bleiben, „Ahhhhh“!

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