Deutschland Söder will vor der Landtagswahl 2023 "Team verfeinern"

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt vor Beginn einer Kabinettssitzung im Videoraum in der Staatskanzlei. Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt vor Beginn einer Kabinettssitzung im Videoraum in der Staatskanzlei. Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

München - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat auf der digitalen CSU-Fraktionsklausur eine mögliche Kabinettsumbildung rechtzeitig vor der Landtagswahl im Herbst 2023 angedeutet. "Zu gegebener Zeit" wolle er das "Team verfeinern", sagte der CSU-Chef nach Teilnehmerangaben am Dienstag in seiner Rede vor den Landtagsabgeordneten, die wegen der Corona-Lage online tagten. Konkreter wurde Söder dabei nicht, Details nannte er keine. Er kündigte aber auch eine Überprüfung der gesamten Organisation und eine engere Verzahnung von der kommunalen bis zur EU-Ebene an.

Söder setzt nach eigenen Worten darauf, dass sich die CSU gegen die Ampel-Parteien in Berlin gut profilieren kann - mit "CSU pur": Diese sei die Partei des gesunden Menschenverstandes, sagte der Parteivorsitzende nach Angaben von Teilnehmern. Unter anderem kündigte er Widerstand gegen die Cannabis-Freigabe und gegen ein Mehr an Zuwanderung an. Zudem kritisierte er erneut, die neue Regierung aus SPD, Grünen und FDP sei die teuerste Regierung aller Zeiten. Und Söder bekräftigte: Weil es in der neuen Bundesregierung keinen bayerischen Minister gebe, müsse die CSU für Bayern sprechen.

Mit der Schwesterpartei CDU und ihrem Vorsitzenden Friedrich Merz will sich Söder nach eigenen Worten eng abstimmen. 2021 werde sich nicht wiederholen, sagte der CSU-Chef nach Teilnehmerangaben. Im vergangenen Jahr hatte es zwischen CDU und CSU immer wieder Spannungen gegeben - im Herbst ging dann die Bundestagswahl verloren.

© dpa-infocom, dpa:220118-99-753623/2

 

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