Bayerns Unternehmer mischen sich aktiv in den Bundestagswahlkampf ein. "Wir wollen auf dem Spielfeld stehen und nicht nur als Zuschauer am Rand", sagte der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Wolfram Hatz, am Donnerstag in München. Der von der vbw vorgelegte "Deutschland-Plan 2025" sei "sehr stark deckungsgleich" mit den Vorstellungen der CSU, bestätigte Hatz auf Nachfrage. Auch mit dem Konzept der FDP gebe es "große Übereinstimmung".

Für ihre ersten 100 Tage hat die vbw der neuen Bundesregierung einen sehr konkreten Wunschzettel vorgelegt. Die zehn Forderungen umfassen die Senkung der Unternehmensteuern auf 25 Prozent, die komplette Abschaffung des Solidarzuschlags und eine gesetzliche Deckelung des Gesamtbeitragssatzes zur Sozialversicherung auf unter 40 Prozent. Steuerlich sollen die Unternehmen über Sofort- und Sonderabschreibungen für Digitalisierung und Klimaschutz zusätzlich entlastet werden.