Deutschland Mutter geht nach Urteil wegen Babytötung in Revision

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild/dpa

Schweinfurt (dpa/lby) - Das Urteil von acht Jahren und drei Monaten Haft gegen eine Mutter nach den Tod ihres Babys ist noch nicht rechtskräftig. Die Mutter hat Revision eingelegt, wie ein Gerichtssprecher des Landgerichts Schweinfurt am Donnerstag sagte. Die 27-Jährige war am 5. August wegen Totschlags verurteilt worden.

Das Schwurgericht sah es als erwiesen an, dass die Frau das Neugeborene nach der Geburt in ihrer Wohnung in Schweinfurt nicht versorgte und sterben ließ. Die Deutsche hatte der Kammer zufolge die Schwangerschaft verheimlicht, um keine wirtschaftlichen und persönlichen Einschränkungen durch ein zweites Kind in Kauf zu nehmen.

Der Verteidiger hatte sich in seinem Plädoyer für Totschlag in einem minderschweren Fall ausgesprochen und eine Bewährungsstrafe für möglich gehalten. Die Staatsanwaltschaft hatte für eine Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren wegen Totschlags plädiert.

Ursprünglich war die Frau wegen Mordes angeklagt. Sowohl das Gericht, als auch die Staatsanwaltschaft sahen jedoch kein Mord-Merkmal bestätigt.

© dpa-infocom, dpa:210812-99-815421/2

 

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