Deutschland Merz will Zusammenarbeit mit CSU verbessern

Friedrich Merz (CDU). Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild/dpa

Berlin - Der designierte CDU-Chef Friedrich Merz will nach dem Debakel bei der Bundestagswahl die Zusammenarbeit mit der CSU verbessern. Merz sagte am Samstag dem Sender Bayern 2: "So etwas wie in diesem Jahr, das, was wir in diesem Jahr erlebt haben, das darf sich nicht wiederholen. Wir haben selbst dazu beigetragen, dass wir diese Bundestagswahl so verloren haben." Er sei für dieses Wochenende zu einem Gespräch mit CSU-Chef Markus Söder verabredet.

Im kommenden Jahr gebe es eine ganze Reihe von Landtagswahlen in Deutschland und 2023 die Landtagswahl in Bayern, sagte Merz. "Wir haben ein überragendes Interesse daran, dass wir diese Landtagswahlen in Deutschland und auch in Bayern gewinnen", sagte Merz. "Und Markus Söder weiß, dass das nur gemeinsam geht."

Merz-Vorgänger Armin Laschet hatte sich im Frühjahr einen zehntägigen Machtkampf mit Söder um die Kanzlerkandidatur der Union geliefert und ihn für sich entschieden. Während des Wahlkampfs gab es daraufhin immer wieder Sticheleien Söders gegen Laschet.

"Wir sind gegenseitig aufeinander angewiesen", sagte Merz mit Blick auf CDU und CSU. Die CDU habe ein Interesse an einer starken CSU, aber auch die CSU habe ein starkes Interesse an einer starken CDU. "Und wenn wir das gemeinsam gut machen, auch in diesem hin und wieder mal zum Ausdruck kommenden Antagonismus mit etwas anderen Schwerpunkten, etwas anderen, auch regionalen Besonderheiten, dann sind wir unschlagbar. Aber da müssen wir wieder hinkommen. Und ich bin fest entschlossen, das mit Markus Söder auch zu erreichen."

Merz regte an, dass sich die beiden Parteipräsidien mindestens einmal im Jahr fest treffen. Besser wäre zweimal im Jahr, um Themen zu diskutieren. "Die beiden Vorsitzenden ohnehin müssen ein gutes, persönliches, auch freundschaftliches Miteinander haben. Da werde ich Zeit investieren, und ich tue das wirklich gerne aus Überzeugung." Merz sagte weiter: "Markus Söder und ich, wir kennen uns seit Jahrzehnten. Also wir sind gemeinsam stark. Aber das Wort gemeinsam muss unterstrichen werden."

Merz hatte die CDU-Mitgliederbefragung mit 62,1 Prozent klar für sich entschieden. Offiziell soll ihn ein digitaler Parteitag am 21./22. Januar zum Nachfolger Laschets wählen. Es gilt als sicher, dass sich die Delegierten an das Votum der Mitglieder halten. Anschließend muss Merz noch per Briefwahl bestätigt werden.

© dpa-infocom, dpa:211218-99-431490/2

 
 
 

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