Deutschland Lawinen: Garmischer Rathauschefin will Auskunft von Söder

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Foto: Armin Weigel/dpa-Pool/dpa Foto: dpa

Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby) - Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch, hat Ministerpräsident Markus Söder zur Stellungnahme für den Umgang mit neuen Gefahren ohne Liftbetrieb aufgerufen. Ohne Bergbahnen sei unklar, wie angesichts steigender Zahlen von Tourengehern Rettungskräfte bei Unfällen am Berg rasch zu Verletzten kommen sollten, schrieb die CSU-Politikerin am Donnerstag an ihren Parteikollegen in der Staatskanzlei.

Unabhängig davon, dass die Schließung der Lifte "einen immensen Schaden für meinen touristisch geprägten Ort bedeutet", sei zu klären, wie mit den Skitouristen und den damit erwartbaren Unfällen umgegangen werden solle. "Zudem stellt sich die Frage, wie die Lawinenkommission tätig werden soll, ohne mittels Seilbahn auf den Berg gelangen zu können", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mit der Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 10. Januar bleiben auch Bergbahnen geschlossen.

Lawinenkommissionen seien zwar nur dort zuständig, wo die Sicherheitsbehörde in der Verantwortung stehe, das sei abseits von Pisten und Loipen nicht der Fall. Allerdings nutzten immer mehr Skitouristen die Pisten zum Aufstieg.

"lch darf Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, darauf hinweisen, dass wir in den nächsten Tagen mit erheblichen Schneefällen rechnen", mahnte Koch. Das könnte Tourengeher anlocken.

Sie hoffe auf eine Antwort des Regierungschefs, wie mit der Problematik umzugehen sei. Schließlich, so schrieb Koch, gebe es für einen Skifahrer "nichts Schöneres, als im Tiefschnee seine Spuren zu ziehen". Der Markt Garmisch-Partenkirchen lehne aber jegliche Verantwortung ab, "sollte es zu Lawinenereignissen auf unserer Flur kommen und hierdurch Skitouristen zu Schaden kommen".

 

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