Deutschland Hertha nach Derby-Pleite: Bayern als "Herausforderung"

Trainer Tayfun Korkut kommt zum Training von Hertha BSC. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild/dpa
Trainer Tayfun Korkut kommt zum Training von Hertha BSC. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild/dpa

Nach der Niederlage im Pokalderby droht Hertha BSC die nächste Demütigung. Trainer Korkut hofft, dass seine Mannschaft diesmal von Beginn an seine Vorgaben einhält. Und der 47-Jährige hatte den Rekordmeister auch schon mal bezwungen.

Berlin (dpa) – Die demütigende Derby-Niederlage im Pokal-Achtelfinale gegen Union Berlin wird bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC noch längere Zeit Spuren hinterlassen. "Man kann kein Derby mit dem nächsten Spiel wiedergutmachen, auch wenn es der FC Bayern ist", sagte der immer noch geknickt wirkende Hertha-Trainer Tayfun Korkut am Freitag bei einer Pressekonferenz im Hinblick auf die kommende Heimpartie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen die Münchner.

Vor allem die Anfangsphase müssen die Berliner dann – anders als in den beiden Spielen zuvor beim VfL Wolfsburg und Union – angehen. Gegen Wolfsburg war die Mannschaft die ersten 20 Minuten nicht präsent, gegen Union dauerte die Phase gleich eine halbe Stunde: "Wir haben keine Sekunde zu verschenken. Wir müssen jetzt an die Leistungsgrenze gehen, damit das nicht noch einmal passiert", sagte der frühere türkische Nationalspieler Korkut, "wenn man abwartend spielt, ist es gefährlich. Wir müssen ihnen Aufgaben stellen."

Das Starensemble aus der bayerischen Landeshauptstadt, das im Hinspiel Hertha mit 5:0 den ersten großen Dämpfer der jungen Saison beschert hatte, wird die Berliner aber selbst vor Aufgaben stellen - vor allem in der Abwehr, die im Lokalderby dem Gegner sehr viel Raum geboten und zum Toreschießen eingeladen hatte. "Wir müssen defensiv unwahrscheinlich wach sein. Das habe ich explizit eingefordert von der Mannschaft", sagte Korkut. In den beiden Spielen zuvor wurden diese Forderungen erst nach einer Aufwachphase teilweise umgesetzt, was Korkut als positives Zeichen in der Schwächeperiode deutet.

Die Schwere der Aufgabe unterstreicht dabei auch die Statistik. Hertha hat von den letzten 21 Aufeinandertreffen mit dem Liga-Primus gerade eine Begegnung gewonnen – im September 2018 mit 2:0. Ansonsten kommen in diesen zehn Jahren noch vier Remis bei 16 Niederlagen hinzu. Eine noch bessere Bilanz weist Bayern-Trainer Julian Nagelsmann auf. Der 34-Jährige hat von zwölf Partien gegen die Berliner an der Seitenlinie nicht eine Begegnung verloren bei ebenfalls vier Unentschieden.

Korkut selbst bemüht die Statistik, um weitere Zuversicht zu schüren. "Es ist eine Topmannschaft, aber das ist auch eine Herausforderung. Mir ist schon gelungen, sie zu schlagen. Ich weiß, wie es geht", sagte der Trainer. Am 12. Mai 2018, dem letzten Spieltag der Saison, bezwang der VfB Stuttgart mit Korkut als Trainer den FC Bayern in München mit 4:1. Aufgrund des zeitgleichen 1:0-Erfolgs des FC Schalke 04 über Eintracht Frankfurt verkürzte der damalige Vizemeister aus Gelsenkirchen den Abstand zu den Bayern auf 21 Zähler.

© dpa-infocom, dpa:220121-99-800332/5

 

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