Nach Vorfall mit Google-Auto Grünen-Abgeordneter Urban zu 70 Tagessätzen verurteilt

, aktualisiert am 13.09.2021 - 16:25 Uhr
Der Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban im Gericht. Foto: Peter Kneffel/dpa/dpa

Wurde ein Grünen-Abgeordneter von einem Google-Fahrzeug angefahren - oder der Google-Fahrer von dem Politiker zu Unrecht beschuldigt? Seit fast zwei Jahren wird um diese Frage gestritten - seit Montag auch vor Gericht.

Der Grünen-Landtagsabgeordneten Hans Urban ist wegen Nötigung und falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Wolfratshausen verhängte am Montag 70 Tagessätze zu je 150 Euro, insgesamt 10.500 Euro.

Richter Helmut Berger ging davon aus, dass der heute 43 Jahre alte Politiker und Öko-Bauer bei einem Vorfall im Oktober 2019 auf seinem Bauernhof im oberbayerischen Eurasburg (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) einen Google-Fahrer am Verlassen des Grundstücks gehindert und zu Unrecht behauptet habe, dieser habe ihn angefahren. Urban habe sich "wie ein schlechter Schauspieler" vier Mal fallen lassen - und den Google-Fahrer am Wegfahren gehindert, sagte Berger.

Die Anklage hatte 100 Tagessätze zu je 150 Euro verlangt, Urbans Anwälte hatten auf Freispruch plädiert.

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