Reischach/Deutschland Nach Tod zweier Mädchen - ADAC ruft zu Vorsicht an Bushaltestellen auf

Nach dem Tod zweier Schülerinnen an einer Bushaltestelle im oberbayerischen Reischach (Landkreis Altötting) hat der ADAC zu besonderer Vorsicht in der Nähe von Bussen aufgerufen.

Viele Autofahrer würden die Regeln nicht kennen und seien unsicher, sagte eine Sprecherin des Automobilclubs am Samstag. Sie appellierte, sich an die Straßenverkehrsordnung (StVO) zu halten und vorsichtig an haltenden Bussen vorbeizufahren.

Wenn ein Schul- oder Linienbus mit Warnblinklicht eine Haltestelle anfährt, darf er laut StVO nicht überholt werden. Hält der Bus, dürfen Autofahrer - auch auf der Gegenspur - nur in Schrittgeschwindigkeit an ihm vorbeifahren. Diese Regel gilt für Haltestellen inner- und außerorts ebenso wie für einfache Haltestellen und Haltebuchten.

Am Freitagmittag waren die zwei Mädchen aus dem Schulbus ausgestiegen und hatten die Straße überquert. Dabei hatte sie eine Autofahrerin erfasst und schwer verletzt. Die beiden elf Jahre alten Mädchen wurden noch in Krankenhäuser gebracht, sie überlebten die schweren Verletzungen aber nicht.

Die ganze Gemeinde Reischach habe mit Bestürzung und Entsetzen auf den tragischen Unfall reagiert, sagte am Samstag der Bürgermeister Alfred Stockner (CSU). "Überall herrscht tiefe Betroffenheit und große Trauer." Die beiden betroffenen Familien seien alteingesessene Bürger und auch sehr ins örtliche Vereinsleben integriert, deshalb hätten ganz viele auch die beiden Mädchen gekannt. Das gelte auch für die Feuerwehrleute, die zum Unfallort gerufen worden waren. "Die Einsatzkräfte waren deshalb auch sehr betroffen." Ein Zeitpunkt für Trauerfeier und Beisetzung stehe noch nicht fest.

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