Ein Schaden an der Oberleitung hat am Donnerstag einen Großeinsatz am Landshuter Hauptbahnhof ausgelöst. Auch am Freitag kam es deswegen zu massiven Beeinträchtigungen im Bahnverkehr - zwei Züge blieben wegen des Defekts liegen - bei tropischen Außentemperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Ärzten und Sanitätern rückte an, konnte aber wegen der gefährlichen herabgerissenen Leitungsteile zunächst nicht zu den Fahrgästen vordringen. Umgekehrt konnten auch die gut 750 Reisenden die Züge nicht verlassen. Erst nach der Erdung und Abschaltung der Oberleitung lief die Evakuierung an. Sanitäter und Ärzte gingen durch die Zugabteile, versorgten die Reisenden mit Wasser und lotsten sie zum Bahnhof. Einige Personen mussten auch medizinisch versorgt werden.

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Der Vorfall zeigte aber auch: Es gibt sie - die positiven Geschichten und die guten Menschen. Solche, die in der Not anpacken, statt abzuwarten. Menschen wie Herbert Gerstl. Der 67-jährige Busfahrer aus Winklsaß bei Neufahrn setzt am Donnerstagabend gerade seinen letzten Fahrgast am Bahnhof Neufahrn ab, als er eine große Menschentraube bemerkt.