Derby in Fürth Verabschiedet sich der Jahn vom Abstiegskampf?

Nach dem Sieg im Hinspiel wollen Sargis Adamyan (links) und der SSV Jahn Regensburg auch im Rückspiel bei der SpVgg Greuther Fürth bestehen. Foto: imago

Der SSV Jahn Regensburg gastiert am Freitagabend zum Derby bei der SpVgg Greuther Fürth. Mit einem Sieg könnte sich das Team aus dem verrückten Abstiegskampf verabschieden.

Die 2. Fußball-Bundesliga spielt verrückt. Fünf Spieltage vor dem Ende trennen den Tabellenvierten FC Ingolstadt und den Abstiegs-Relegationsplatz 16, auf dem aktuell der 1. FC Heidenheim steht, gerade einmal sieben Zähler. Die Konsequenz: fast die gesamte Liga muss noch um den Ligaverbleib zittern. Achim Beierlorzer, Trainer des SSV Jahn Regensburg, hätte sicherlich nichts dagegen, wenn sich sein Team schnellstmöglich aus diesem Feld verabschieden würde.

41 Zähler haben die Regensburger aktuell auf ihrem Konto. Müsste reichen, mag man meinen. Aber so ganz sicher kann sich in dieser Konstellation eben noch niemand fühlen. 43 Punkte, glaubt Beierlorzer, müssten den Verbleib in Liga zwei und damit das Erreichen des "historischen" Ziels des SSV Jahn besiegeln. Diese Marke kann der Jahn am Freitagabend knacken, wenn er das Derby bei der SpVgg Greuther Fürth erfolgreich gestaltet.

Hungrig und fokussiert

"Wir sind weiter hungrig", sagte Beierlorzer im Vorfeld der Partie. Von der Tabellensituation beeinflussen werde man sich aber keinesfalls lassen und auch keinen Blick auf den nur fünf Zähler entfernten Relegationsplatz zur Bundesliga werfen. "Wir konzentrieren uns nur auf uns und unsere Leistung. Denn nur die können wir beeinflussen. Für uns ist der Fokus auf das nächste Spiel das alles Entscheidende."

Dass die Jahnelf gut daran tut, die Vorgabe des Trainers zu befolgen, bekräftigt ein Blick auf die Rückrundentabelle. Denn hier befindet sich der kommende Gegner Fürth auf Rang zwei und damit einen Platz vor dem Jahn. Quasi ein Spitzenspiel also, wenn man so will. Mit nur zwei Niederlagen haben die "Kleeblätter" sogar die wenigsten in der Rückrunde kassiert. Auch ein Zeichen für die neu gewonnene Stabilität. "Fürth ist sehr gut in die Spur gekommen", hat auch Beierlorzer festgestellt. Er erwartet erneut eine "schwere Aufgabe" für sein Team und sieht Fürth "defensiv kompakt und gut aufgestellt." Die Mannschaft sei eingespielt, die Abläufe würden stimmen und dazu komme hohe individuelle Qualität.

Besonderes Spiel für Beierlorzer

Für Beierlorzer wird die Partie auch eine Begegnung mit der Vergangenheit. Er hat als Profi sieben Jahre für die Franken gespielt und war dort später weitere vier Jahre als Jugendtrainer tätig, ehe ihn der Weg nach Leipzig und im vergangenen Sommer nach Regensburg geführt hat. "Es ist schon ein besonderes Spiel für mich. Da sind sehr viele Verbindungen und Erinnerungen vorhanden", sagt Beierlorzer. Ungeachtet dieser Konstellation freue man sich beim Jahn jedoch einfach, "dass wir solche Spiele spielen dürfen."

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Im Hinspiel setzte sich der Jahn knapp mit 3:2 durch und begann damit, sich aus dem Tabellenkeller zu kämpfen. Doch die Voraussetzungen sind nun ganz andere. Beide Teams spielen eine bislang herausragende Rückrunde. "Wir zeigen in der Rückrunde ein ganz anderes Gesicht und sind in allen Bereichen stabiler geworden", befindet Fürths Cheftrainer Damir Buric. Dieser hat vor dem Jahn großen Respekt. Regensburg sei, vor allem wegen des aggressiven Pressings, sehr unangenehm zu bespielen und liege keiner Mannschaft wirklich gut.

Während Fürth vor allem in der Innenverteidigung ein paar personelle Sorgen plagen, kann der Jahn - begleitet von über 1.700 Regensburger Fans - auf fast alle Spieler zurückgreifen. Zurückkehren ins Team wird nach seiner Gelb-Sperre Kapitän und Leitfigur Marco Grüttner. Neben dem verletzten Sebastian Freis (Bauchmuskelzerrung) muss Beierlorzer lediglich noch auf Benedikt Gimber (zehnte Gelbe Karte) verzichten.

 
 

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