Tausende Corona-Neuinfektionen jeden Tag, Sieben-Tage-Inzidenzen über 250 und eine neue dunkelrote Stufe auf der Corona-Ampel. Das dreistufige Modell war vorzeitig an seine Grenzen gestoßen.

Jetzt sieht die Politik keine andere Lösung als eine weitere Vollbremsung: wieder ein Lockdown. Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Zahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen.

Ausgangssituation: Die Maßnahmen treten vom 2. November an in Kraft. Das Ziel: Bis Weihnachten soll die Lage wieder überschaubar, das Infektionsgeschehen nachvollziehbar sein. Die Maßnahmen beschlossen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten am Dienstag per Videoschalte. Man brauche im November eine befristete "nationale Kraftanstrengung", sagte Merkel und sprach von harten und belastenden Maßnahmen. "Je länger wir warten, desto schwieriger wird es. Die Alternative nichts zu tun oder weniger zu tun, bedeutet am Ende vielleicht in die Situation zu kommen, dass wir die Entscheidung in den Krankenhäusern zu treffen haben über Leben und Tod", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).