Der Fall Heydrich Estnische Polizei schnappt FKD-Anführer

Mit Bildern wie diesen posierte der 22-Jährige im Netz. Foto: Der Spiegel

"Heydrichs"  Commander ist offenbar geschnappt worden. Die Rede ist von einem 13-jährigen Estländer, der mutmaßlich Kopf der "Feuerkrieg Division" (FKD) sein soll. Darüber berichtete Der Spiegel am Donnerstag auf seiner Onlineplattform.

Im Februar schnappten die Ermittlungsbehörden einen 22-Jährigen aus dem Landkreis Cham. Er ist mutmaßlich Wortführer der FKD-Deutschland in Deutschland, sein Kampfname lautet auf "Heydrich".

Damit nahm er den Namen des Leiters des Reichssicherheitsamtes im Dritten Reich und stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, an. 

Die Terror-Abwehr verhaftete den jungen Mann, im Spiegelbericht als Fabian D. bezeichnet, im Februar. Der Kopf der deutschen Zelle posierte unter anderem auf Fotos mit einem selbstgebauten Gewehr und einer Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf".

Wie die Chamer Zeitung berichtete, schrieb er in einem Chat der Feuerkrieg Division, ein "Heiliger" werden zu wollen, in dem er einen Anschlag auf "ein Haus des Glaubens schlechter Menschen" verübe. Im besagten Forum hatte er nach einem geeigneten Ort dafür gefragt.

Die virtuelle Unterhaltung ist ihm allerdings zum Verhängnis geworden. Die Ermittler wurden auf ihn aufmerksam und schlugen zu. Er sitzt seit seiner Verhaftung in Untersuchungshaft, verdächtig der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Haft kommt aber für den Commander von Fabian D. alias "Heydrichs" wohl nicht infrage. Er ist unter 14 und deshalb kann er in Estland nicht strafrechtlich verfolgt werden. Andere "rechtliche Maßnahmen" müssten daher nun greifen, zitiert der Spiegel einen Sprecher der estnischen Polizei.

Wie diese herausgefunden hat, soll der Bub in Chats unter anderem Bombenbauanleitungen geteilt, sich Anschläge und zum 100. Geburtstag der NSDAP ein militärisches Trainingscamp gewünscht haben. 

Der selbsternannte "Commander" soll den Ermittlern zufolge über Aufnahme neuer Mitglieder entschieden haben. Allerdings war er offenbar über die meisten Antragsteller recht enttäuscht.

Der Spiegel zitiert aus den internent Chats Folgendes: "Mich pisst an, dass sich tatsächlich soviele Idioten bei uns melden anstatt Menschen von Qualität." 

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