Demonstrationen G7-Gegner planen Protestcamp zu Gipfel auf Schloss Elmau

Demonstranten zelten in einem Protest-Camp auf einem Feld vor dem offiziellen Beginn des G7-Gipfels. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Die Vorbereitungen für den G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Juni laufen auf Hochtouren - nicht nur bei Politik und Sicherheitskräften. Auch die Kritiker des Treffens bringen sich in Stellung.

Zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen wird es an verschiedenen Orten Proteste geben. Zwischen 6. und 29. Juni planen Klimaaktivisten und andere Gipfel-kritische Gruppen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie in München Aktionen, wie das Aktionsbündnis Stop G7 Elmau am Dienstag mitteilte. Das Bündnis firmiert unter demselben Namen wie schon bei dem Gipfel 2015, der ebenfalls auf Schloss Elmau stattfand.

Den G7 gehören Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, die USA und Großbritannien an. Deutschland hat derzeit die Präsidentschaft inne.

Die Gegner wollen am 25. Juni in München und am 26. Juni in Garmisch-Partenkirchen demonstrieren. Zudem planen sie zwischen 24. und 28. Juni ein Aktionscamp in Garmisch-Partenkirchen für voraussichtlich 750 Personen.

Allerdings gebe es bei den diversen Veranstaltungen noch Abstimmungsbedarf, hieß es beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen. Das gelte auch für drei Dauerkundgebungen für insgesamt 2500 Teilnehmer, die schon vor Wochen angemeldet wurden. Vom 25. bis zum 28. Juni soll jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr an den Bahnhöfen in Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und im Krüner Ortsteil Klais Proteste geben.

Am 18. April ist laut Landratsamt erstmals seit Jahren ein kleiner Ostermarsch von Klais nach Schloss Elmau geplant. Klais ist vom Gipfel besonders betroffen. Hier müssen Konvois mit Gipfelteilnehmern und Journalisten durchfahren. Straßen werden gesperrt, zu bestimmten Zeiten werden Bürger nicht mit ihren Autos fahren können.

Das Aktionsbündnis Stop G7 Elmau will auch zwei Alternativkonferenzen organisieren. Das Protestcamp soll wie 2015 an der Loisach errichtet werden. Der Maurermeister Bernhard Raubal hat seine Wiese, die sonst Futter für Schafe liefert, erneut bereitgestellt. Demonstrieren zu gehen, sei ein Grundrecht, sagte Raubal.

Wegen Hochwassergefahr wollten die Behörden 2015 das Camp verbieten. Der Streit wurde gerichtlich entschieden, das Zeltlager durfte gebaut werden. Zeitweise übernachteten bis zu 1500 Demonstranten in Zelten.

Vor sieben Jahren hatten in München mehrere Zehntausend Menschen demonstriert. Etwa 4000 bis 5000 Gegner kamen damals nach Garmisch-Partenkirchen. Ihnen standen rund 18 000 - nach damaligen Zahlen 20 000 - Polizeibeamte gegenüber, der bislang größte Polizeieinsatz in Bayern. Nun wird spekuliert, dass weit mehr Beamte im Einsatz sein könnten. Bisher gibt es aber keine konkrete Zahl.

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