Demonstration in Pocking "Corona-Phantome" veranstalten "Performance"

Performance der Corona-Phantome in Pocking. Foto: Helmut Degenhart

Immer wieder halten Gegner der Corona-Maßnahmen Kundgebungen ab und versuchen, die Öffentlichkeit von ihrer Haltung zu überzeugen. Am vergangenen Samstag fand solch eine Veranstaltung in Pocking statt. Doch das Landratsamt Passau hatte diesmal strenge Vorgaben gemacht.

Die üblichen Parolen, nur noch etwas derber – das war bei einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen am Samstag in Pocking zu hören. Die Mitglieder der Gruppe hatten Guy-Fawkes-Masken und Schutzanzüge angelegt. Man nennt sich selbst "Corona-Mask-Force" und ist derzeit in Niederbayern aktiv. Die Auftritte will man als Performance verstanden wissen. Motto: "Die Corona-Phantome kommen". Auf einem abgesperrten Parkplatz marschierten und klatschten sie zu Musik, die mit teils derben Sprüchen gegen Politiker und Coronamaßnahmen untermalt war.  

Ursprünglich hatte die Gruppe geplant, einen Demonstrationszug abzuhalten. Dieser wurde jedoch nicht genehmigt. Die maximale Teilnehmerzahl wurde auf 13 inklusive Ordner begrenzt. Angereist waren dennoch rund 100 Personen, die an der Veranstaltung teilnehmen wollten.

Platzverweise für Gegner der Corona-Maßnahmen

Etwa 30 Polizeibeamte sorgten für die Einhaltung der Abstandsregeln. 42 Platzverweise und eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung wurden erteilt. Mehrheitlich verliefen die Diskussionen mit den Angereisten aber "weitestgehend störungsfrei und friedlich", wie Polizeihauptkommissar Martin Pöhls erklärt. Auf der Facebookseite der Gruppierung war dagegen zu lesen, dass sich die Behörden vom Landkreis ins eigene Bein geschossen hätten.

Die Kundgebung dauerte etwa eine Stunde. Danach überwachten die Beamten die Abreise von Teilnehmern und Zuschauern. Ein triftiger Grund, noch länger in Pocking zu bleiben, lag zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vor, wie Martin Pöhls erläuterte.

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