Demonstration Gegen 100 Milliarden für Bundeswehr: Ostermärsche in Bayern

Eine Teilnehmerin trägt beim Münchner Ostermarsch Handschuhe und eine Mund-Nasen Schutz in Peace Farben. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Zu Ostern sind in vielen Orten die Menschen für den Frieden auf die Straße gegangen. Im Mittelpunkt der Ostermärsche stand der Krieg in der Ukraine. Für Debatten sorgte über die Demonstrationen hinaus das Thema Abrüstung.

In ganz Bayern haben Friedensinitiativen ihre traditionellen Ostermärsche veranstaltet. In der Landeshauptstadt München versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 470 Menschen.

Am Ostermontag gingen in Nürnberg bei zwei Versammlungen am Nachmittag rund 1000 Menschen auf die Straße. Die Ostermärsche - einer davon ein Fahrradaufzug mit rund 200 Teilnehmern - seien vollkommen friedlich verlaufen, teilte die Polizei mit.

Bereits am Samstag waren Hunderte Friedensmarschierer durch München gezogen. "Nein zum Krieg" war etwa auf einem großen Banner zu lesen. Auf einem Plakat stand "Deeskalation" und "Nato = keine Lösung".

Das Münchner Friedensbündnis hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, wofür die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ostermarsches am Samstag einstehen wollten: Sie fordern einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine. Falsch seien auch Waffenexporte in das Land, heißt es auf der Internet-Seite des Bündnisses. Ebenso lehnen die Veranstalter des Ostermarsches das 100-Milliarden-Euro-Paket für die Bundeswehr ab.

Auch in anderen Städten des Freistaats fanden am Samstag Ostermärsche statt, so etwa in Erlangen, wo die Polizei von etwa 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausging. Bundesweit gab es nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative in Bonn in über 120 Städten Aktionen für Frieden und Abrüstung.

Das Motto "Frieden schaffen ohne Waffen" hatte dieses Jahr bereits im Vorfeld der Ostermärsche für Kontroversen gesorgt. Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) sagte dem Bayerischen Rundfunk, dies sei aktuell eine Arroganz gegenüber den Menschen in der Ukraine. "Pazifismus auf Kosten anderer ist zynisch." Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Pazifismus sei im Moment "ein ferner Traum". Es sei eindeutig, "wer in diesem Krieg Angreifer ist und wer sich in schwerer Not verteidigt und wen wir unterstützen müssen - auch mit Waffen".

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading