DEL Straubing Tigers geloben Besserung gegen Ingolstadt

Die Straubing Tigers (hier Stürmer Adam Mitchell) wollen den Negativtrend stoppen und gegen Ingolstadt siegen. Foto: fotostyle-schindler.de

20 Punkte aus 26 Partien lautet die magere Ausbeute der Straubing Tigers in dieser Saison. Das bedeutet Tabellenplatz 14 mit inzwischen neun Punkten Rückstand auf den Vorletzten. Am Freitagabend treffen die Tigers auf den ERC Ingolstadt.

Die Straubing Tigers stehen immer noch auf dem letzten Tabellenplatz der DEL. Innerhalb einer Woche setzte es drei Pleiten mit 4:15 Toren gegen Mannheim, Iserlohn und Köln. Nun gilt es für die Tigers zu punkten, um den Anschluss nicht völlig zu verlieren. Mut macht dabei der Gegner am Freitag, denn gegen den ERC Ingolstadt konnten die Tigers bislang schon zweimal gewinnen.

Trainer Tom Pokel sah die Schwierigkeit der vergangenen Partien vor allem in der Personalsituation. Es fehlten vier wichtige Stürmer. „Wegen der Ausfälle mussten unsere anderen Stürmer Doppelschichten schieben. Dass da irgendwann die Kraft ausgeht, ist klar.“ Sein Team habe in den verlorengegangenen Partien außerdem zu viele Strafzeiten erhalten. Vor allem mental müssten die Tigers sich wieder aufrappeln und nicht bei jedem kleinen Rückschlag den Kopf in den Sand stecken.

Pokel: „Die gesamte Mannschaft will gewinnen“

Die Aufgabe des Trainers wird es nun sein, die Stimmung in der Mannschaft zu verbessern und positive Energie zu verbreiten. „Jedes Spiel ist ein neues Spiel. Die ganze Mannschaft will gewinnen. Mein Team muss sich endlich mal belohnen für den Einsatz.Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Irgendwann wird das kommen. Mental sind wir momentan sehr schwach unterwegs. Das muss besser werden“, sagte Pokel.

Die Tigers stellen mit einer Tordifferenz von 59:96 sowohl den schlechtesten Angriff, als auch die schlechteste Verteidigung der Liga. Man kann der Mannschaft zwar nicht vorwerfen, dass sie es nicht versuchen. Doch diese Versuche waren bislang viel zu harmlos. Auch Defensiv fällt die letzte Konzentration.

Mitchell scheint ratlos

Stürmer Adam Mitchell wirkte, angesprochen auf die Gründe der Straubinger Talfahrt, etwas ratlos. „Wir bringen die Scheibe immer wieder gut vor das Tor. Da passiert aber dann zu wenig. Wir machen nichts aus unseren Chancen.“ Er steht symbolisch für die momentane Form der Tigers. Noch in der vergangenen Saison sicherte er den Tigers wichtige Siege. Momentan hinkt er dieser Form mit fünf Torbeteiligungen nach 24 Partien deutlich hinterher.

Die Stimmung im Team der Tigers ist angespannt. „Es ist schwer im Moment, positiv zu bleiben. Aber Negativität bringt im Sport nichts. Wir müssen jetzt nach vorne schauen, uns fokussieren und gegen Ingolstadt drei Punkte holen“, fordert Mitchell.

Sebastian Vogls Interview sorgt für Gesprächsstoff

Für Gesprächsstoff bei den Tigers sorgte auch ein Interview von Goalie Sebastian Vogl, in dem er Mitspielern mangelnden Einsatz im Training vorwarf. Sein Trainer jedoch entspannt die Situation: „Sebastian hat mit Herz gesprochen. Jedoch muss man auch die unterschiedlichen Möglichkeiten von den großen Teams und Straubing vergleichen. Für einige Spieler ist die kalte Eishalle sehr schwierig, das benötigt Eingewöhnungszeit. Am Training liegt das nicht. Wir trainieren sehr hart und intensiv.“

Auch Mitchell beteuert: „Jeder im Team arbeitet hart für das gemeinsame Ziel. Jedoch werden wir mit einem Tor pro Spiel keine Partien gewinnen. Wir müssen kaltschnäuziger sein, denn die Qualität ist vorhanden.“

„Lieblingsgegner“ Ingolstadt

Am Freitag treffen die Tigers nun auf den ERC Ingolstadt. Aufgrund der zwei Siege bislang gegen den bayerischen Kontrahenten bewies Mitchell Galgenhumor und sprach von einem „Liebligsgegner“ der Tigers in dieser Saison. „Es wird ein schwieriges Spiel gegen Ingolstadt. Doch am Freitag wollen wir unbedingt drei Punkte holen“, sagt er. Auch Trainer Pokel bekräftigt: „Wir müssen jede positive Kleinigkeit mitnehmen, daher gebe ich meiner Mannschaft gerne mit, dass wir gegen Ingolstadt bisher zweimal gewinnen konnten. Es ist ein Derby. Für uns ist alles drin.“

Zumindest entspannt sich die Personalsituation wieder. Die Stürmer Kyle MacKinnon und René Röthke werden zurückkehren. Dies gibt Pokel wieder Variabilität im Angriff und zudem verringert sich die Mehrbelastung der restlichen Stürmer dadurch. Im Tor wird dieses Mal Drew MacIntyre starten.

 
 

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