DEL-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Arnold warnt vor verfrühtem Saisonstart

Jürgen Arnold. Foto: imago/Archiv

Jürgen Arnold, Aufsichtsratsvorsitzende der Deutsche Eishockey Liga (DEL), hat bezüglich des für den 13. November anvisierten Saisonstarts auf Risiken hingewiesen.

Arnold bezeichnete es im Interview der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag) als fahrlässig, "wenn wir am 13. November mit der Hoffnung, dass sechs Wochen später Zuschauer zugelassen werden oder der Staat das Ganze schon subventionieren wird, die Saison beginnen würden. Sollte dann die Nachricht kommen, dass beides nicht möglich ist, müssten wir die Spielzeit aus wirtschaftlichen Gründen stoppen." Ein solches Szenario sei "finanziell eine Katastrophe."

Arnold bekräftigte allerdings, dass der Saisonstart weiter zum vorgesehenen Termin geplant sei. "Es gibt jede Menge Denkmodelle. Allerdings wollen wir jetzt zunächst einmal diesen 13. November im Fokus behalten, weil es eigentlich der letzte Termin ist, der uns eine reguläre Saison inklusive einer Playoff-Meisterrunde im Modus Best-of-five ermöglichen würde." Alternative Modelle mit einem späteren Saisonstart gebe es allerdings bereits, erklärte der DEL-Chef. Es sei für das deutsche Eishockey überlebenswichtig, überhaupt eine Spielzeit zu haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten Ende August beschlossen, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich ist, mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen. Eine Arbeitsgruppe soll Ende Oktober über die Wiederzulassung von größeren Zuschauermengen befinden.

 

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