Plattling

THD produziert Gesichtsschilde für Klinikpersonal


THD-Präsident Peter Sperber und Vize-Präsident Andreas Grzemba präsentieren das Gesichtsschild aus dem 3D-Drucker.

THD-Präsident Peter Sperber und Vize-Präsident Andreas Grzemba präsentieren das Gesichtsschild aus dem 3D-Drucker.

Von Redaktion idowa

Da der Mangel an Schutzequipment das medizinische Personal in der Region derzeit hart trifft, produzieren der Technologie Campus und die Labore der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) seit nunmehr einer Woche Halterungen für Gesichtsschilde aus dem 3D-Drucker.

Vergangene Woche erreichte die THD die Anfrage des Bayerischen Roten Kreuz Cham zur Produktion von Gesichtsschilden. Daraufhin entwickelte die THD in Absprache mit dem Klinikum Deggendorf zwei Designs für Halterungen und unterzog diese am gleichen Tag noch einer Machbarkeitsprüfung. Anschließend erfolgte über Facebook ein Aufruf an Unternehmen in der Region. Firmen, die über einen 3D-Drucker verfügen, meldeten sich daraufhin bei der THD und unterstützen seitdem die Produktion.

Die Herstellung der Halterungen läuft seit 2. April und nur fünf Tage später konnten die Prototypen der zwei produzierten Designs an den Chefarzt des Donau Isar Klinikums, Dr. Axel Menzebach, und sein Team übergeben und getestet werden. Wenige Stunden später wurden die ersten 200 Stück an das Klinikum geliefert.

Derzeit arbeiten sieben externe Partner an der Produktion mit 3D-Druckern und produzieren täglich 200 Halterungen für Gesichtsschilde. Um die hohe Nachfrage bedienen zu können, erweitert die Deggendorfer Hochschule das Projekt um das Spritzgussverfahren.

An die von der THD und ihren Partnern produzierten Halterungen kann eine Schutzfolie, beispielsweise von Tageslichtprojektoren, angebracht werden und fertig ist das Gesichtsschild. Die Halterung ist wiederverwendbar und langlebig.