Deggendorf Suff-Fahrer schrottet sein Auto – und setzt sich in ein zweites

Der Fahrer hatte derartig "getankt", dass er auf die Polizei orientierungslos wirkte. Trotzdem saß er hinterm Steuer. (Symbolbild) Foto: imago/obermeier

Ordentlich Ärger hatte die Deggendorfer Polizei in der Nacht auf Mittwoch, den 20. November, mit einem unbelehrbaren Trunkenbold. Der Mann setzte auf der A92 sein Auto an die Leitplanke, hatte aber offenbar noch nicht genug.

Gegen 22 Uhr erhielt die Deggendorfer Polizei eine Nachricht: Am Autobahnkreuz Deggendorf war ein Auto in die Leitplanke gekracht. Die Beamten fanden den Wagen auf der Tangente, die von der A 92 aus Richtung Deggendorf zur A3 in Richtung Regensburg führt. Der Fahrer hatte offensichtlich die Ausfahrt falsch eingeschätzt und war gegen die linke Schutzplanke geknallt. Der VW war so demoliert, dass der Fahrer ausgestiegen und zu Fuß abgezogen war.

Die Polizei ermittelte den Fahrzeughalter und stattete ihm einen Besuch ab. Als die Beamten den Mann antrafen, war er sichtlich betrunken, deshalb wurde ihm Blut abgenommen. Sein Führerschein wurde sichergestellt, nach der Sachbearbeitung wurde der Mann nach Hause gefahren.  

Hier hätte ein relativ normaler Abend für die Deggendorfer Polizei bereits enden können – doch es kam anders. Anstelle seinen Rausch auszuschlafen, setzte sich der Betrunkene nämlich in ein anderes Auto und fuhr wieder los.

Dabei hatte er erwartungsgemäß ähnlich viel "Erfolg" wie bei der Fahrt zuvor: Kurz nach Mitternacht gingen bei der Notrufzentrale Anrufe ein, dass jemand in der Graflinger Straße in Deggendorf gegen geparkte Fahrzeuge geknallt und anschließend weiter gefahren sei. Aus der Walchenstraße hieß es kurz darauf, ein Fahrerflüchtiger sei zu Fuß in Richtung Jahnstraße unterwegs.

Eine Polizeistreife griff den Flüchtenden auf und stellte erstaunt fest, dass es sich schon wieder um den Trunkenbold vom Autobahn-Unfall handelte. Der Mann musste nun das zweite Mal zur Blutentnahme und wurde die Obhut von Bekannten gegeben, um weitere Eskapaden zu verhindern.

Die traurige Bilanz der zwei Suff-Fahrten: Ein Schaden von etwa 45.000 Euro.

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