Deggendorf Silbermedaillengewinner Pielmeier frenetisch empfangen

Stolz präsentierte Timo Pielmeier seine Silbermedaille den Deggendorfer Fans. Foto: Bastian Häns

Der Olympia-Zweite Timo Pielmeier wurde am Samstagnachmittag am alten Rathaus in seiner Heimatstadt Deggendorf empfangen. Unter den Augen von rund 500 DSC-Fans erzählte er über seine Erlebnisse in Pyeongchang.

Pielmeier trug sich im Goldenen Buch der Stadt Deggendorf ein, zeigte sich mit Oberbürgermeister Christian Moser und DSC-Vorstand Artur Frank auf dem Balkon des alten Rathauses und sprach in einer Talk-Runde über seine Zeit im olympischen Dorf. 

Er selbst war sichtlich überrascht, wie viele Deggendorfer zum alten Rathaus gekommen waren, um ihn zu feiern: "Uns war bewusst, dass wir in Deutschland einen Hype ausgelöst haben, aber, dass ich vor so vielen Leuten in meiner Heimatstadt stehe, hätte ich mir nicht erträumen können. Den Tag werde ich nie in meinem Leben vergessen", sagte er.

WhatsApp-Gruppe "Mission Gold"

Vor dem Turnier hatte der Mannheimer Marcus Kink eine WhatsApp-Gruppe namens "Mission Gold" genannt. "Ich hab' mir gedacht - wow, du traust di", musste Pielmeier grinsend gestehen. 

Das DEB-Team ging in jedes Spiel als Außenseiter und überraschte. "Unser Motto war immer: Wir können gewinnen, die anderen müssen gewinnen. Zum Beispiel gegen Kanada. Wir wussten, wenn sie das Spiel verlieren, werden sie in den Medien zerrissen", sagte der Goalie, der beim ERC Ingolstadt unter Vertrag steht und fügte hinzu: "Talent gewinnt Spiele - Ehrgeiz und Teamspirit Meisterschaften".

"Jeder Spieler hat alles gegeben"

Nach dem verlorenen Finale gegen die "Olympic Athlets of Russia" überwog zunächst der Frust: „Jeder Spieler hat alles gegeben, hat sich in die Schüsse geschmissen und alles dafür gegeben, dass wir dieses Spiel gewinnen. Im Nachhinein freut man sich über die Silbermedaille, aber so gefeiert wie in den Spielen zuvor, haben wir nicht", erzählte der Deggendorfer. 

Der 28-Jährige selbst war nur im Vorrundenspiel gegen Schweden im Einsatz. Sonst schaute er seinem "Team D" zu,  wie sie reihenweise Schweden, Kanada und Russland an die Wand spielten.

Neben dem Besuch ihres Silber-Gewinners gab es für den DSC einen weiteren Grund zum Feiern: Am Tag zuvor machten sie die erste Oberliga-Meisterschaft seit 26 Jahren klar.

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