Die jugendliche Volksmusikgruppe „Dur'd scho“ – alle Mitglieder sind zwischen 14 und 17 Jahren alt – hat im November letzten Jahres die Auszeichnung „Zwieseler Jugendfink“ nach Deggendorf geholt. Gestern übergaben sie den „Finken“ an Oberbürgermeister Dr. Christian Moser. Dieser wird ihn nun bis November im Rathaus ausstellen.

Der Volkstumswanderpreis „Zwieseler Fink“ geht auf eine Stiftung der Stadt Zwiesel im Jahr 1939 zurück: Diese stiftete damals für eine jährlich in Zwiesel abzuhaltende Veranstaltung „zur Förderung der Heimatkultur und des bodenständigen Volkstums“ einen Wanderpreis als Auszeichnung für die besten Ergebnisse dieser Veranstaltung. Der Wanderpreis besteht aus einem in Gold und Silber gefertigten und auf einer Glaskugel sitzenden Finken. Daher die Benennung: „Zwieseler Fink“. Seit dem Jahr 1972 gibt es dazu noch eine spezielle Veranstaltung für Kinder- und Jugendgruppen, nämlich den Jugendfink. Der „Zwieseler Fink“ ist somit der älteste Volkstumswanderpreis in der Region.

Gruppe musiziert seit 2009

Die Gruppe „Dur'd scho“ spielt seit sieben Jahren zusammen. Zunächst bestand sie nur aus drei Klarinettisten, 2014 erweiterten sie sich um eine Rhythmussektion und „erhöhten die Frauenquote“ innerhalb der Musikgruppe, zuletzt stieß noch ein Gitarrist dazu. Nun sind sie also zu acht – drei Klarinetten, zwei Trompeten sowie Tuba, Akkordeon und Gitarre – und spielen vom Lichtmesstanz bis zum Kürbisfest auf allerlei Veranstaltungen. Erst kürzlich hatten sie einen Auftritt beim „Drumherum-Festival“ in Regen. Oberbürgermeister Dr. Christian Moser zeigte sich stolz, so eine aktive und erfolgreiche Volksmusikgruppe in der Stadt zu haben. „Dur'd scho“ spielten zwei Stücke für den OB, übergaben den „Jugendfink“ in seine Hände und durften sich mit einem schriftlichen Eintrag im Gästebuch der Stadt verewigen. Nachdem die Gruppe ursprünglich „Am Stefan seine“ hießen – benannt nach ihrem Förderer Stefan Fredl – wollten sie schließlich aus dessen Schatten treten und suchten sich deshalb einen neuen, eigenständigen Namen, einen „mit Präsenz“. „Dur'd scho“ sei im niederbayerischen ja ein Ausdruck der Anerkennung – im Sinne von „passt schon“ – und gleichzeitig sei der Name zweideutig, da er zudem auf die Dur-Tonleiter anspiele, die im Gegensatz zu Moll ja für heitere und fröhliche Musik stehe.