Deggendorf Auf der A3 liegen die Nerven blank

Blanke Nerven nach einem Unfall am Mittwochnachmittag auf der A3 bei Deggendorf. (Symbolbild) Foto: Stefan Puchner/dpa

Wieder mal hat es am Mittwochnachmittag auf der Autobahn A3 bei Deggendorf gescheppert. Zwei Autos kamen sich dabei auf der Überholspur in die Quere. Danach ging der Ärger erst so richtig los.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall auf der Überholspur in Richtung Passau. Dort war ein 78-jähriger BMW-Fahrer mit etwa 130 km/h unterwegs. Auch ein 27-jähriger VW Golf-Fahrer aus den Niederlanden war auf dieser Spur unterwegs. Laut Polizei sind die Angaben der Unfallbeteiligten bis hier hin noch stimmig. Doch was danach passierte, muss nun ermittelt werden. "Aufgrund der Unfallspuren wissen wir lediglich, dass ein Überholvorgang stattgefunden hat", berichtet ein Polizeisprecher. Die Angaben differerieren allerdings. Während die eine Seite von Drängeln und versuchtem Rechtsüberholen spricht, behauptet die Gegenseite, der Überholvorgang habe sogar zwischen der Mittelleitplanke und der Überholspur stattgefunden. 

Nachdem sich beide Autos dabei streiften, hielten die Fahrer am Standstreifen an und verständigten die Polizei. Doch bis der Freund und Helfer vor Ort eintraf, flogen offenbar noch verbal die Fetzen. Denn bei Eintreffen der Polizei hatte der Niederländer schon Reißaus genommen. Er konnte auf Höhe Passau von Beamten der Verkehrspolizei angehalten werden. Als Entschuldigung gab er an, dass der 78-jährige BMW-Fahrer ihm gegenüber eine Morddrohung ausgesprochen hatte und er deshalb direkt zur Polizeiinspektion Passau fahren wollte, um Anzeige zu erstatten. 

Verletzt wurde bei dem Unfall immerhin niemand. Der Gesamtschaden beträgt aber geschätzte 7.000 Euro. Gegen alle Beteiligten wird nun wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, beziehungsweise wegen Bedrohung ermittelt. 

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