Seit bald vier Jahrzehnten sitzt Elmar Brok im EU-Parlament. Er ist so etwas wie der Erklärbär der europäischen Völkervertretung. Zu ausnahmslos jedem Thema rund um Europa hat er etwas zu sagen, und das tut er oft und gerne, für die Medien ist er ein gefragter Interviewpartner. 72 Jahre alt, hat er viele Jahre lang den Auswärtigen Ausschuss geführt und hat an etlichen wichtigen Entscheidungen mitgewirkt. Natürlich kann man sagen: Nun ist es auch mal gut, jetzt sollen andere, Jüngere ran. Es spricht sogar viel dafür.

Keine Frage: Das Verfahren zur Aufstellung der Kandidatenliste für die Europawahl war demokratisch, eine Mehrheit des Landesvorstands war nicht bereit, Brok auf einen aussichtsreichen Listenplatz für die Europawahl zu setzen. Nicht auf Platz vier, auf dem Ministerpräsident Armin Laschet den "alten Hasen", der noch bei Helmut Kohl das außenpolitische Handwerk gelernt hat, sehen wollte. Nicht einmal auf dem sechsten Platz. Dennoch ist es schlechter Stil, wie die CDU-Landesspitze den wahrscheinlich prominentesten deutschen EU-Abgeordneten abserviert.

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