Drei Tage in Folge lag Landshuts Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut (RKI) zuletzt unter 100, am Montag bei 92,6. Erlaubt gewesen wäre dadurch ab Mittwoch unter anderem Click & Meet ohne Test oder kontaktfreier Außensport für Kinder unter 14 Jahren. Am Montag dann jedoch der herbe Dämpfer: Die Zahlen waren falsch. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nicht bei 92,6, sondern bei 149.

"An welcher Stelle der Datenübertragung es gehakt hat", teilte das Gesundheitsamt am Montag mit, "kann aktuell nicht nachvollzogen werden." Noch um 11 Uhr vormittags hatte die Stadt am Montag in ihrem "COVID-19-Update" auf Facebook den RKI-Wert von 92,6 mitgeteilt.

Zuvor waren jedoch bereits seit den Morgenstunden hoffnungsvolle Geschäftsleute von der Verwaltung darüber informiert worden, dass man die Zahlen nochmals auf ihre Richtigkeit überprüfen müsse. "Das hat mich dann schon wieder auf die Palme gebracht", sagte Christian Boniberger, geschäftsführender Teilhaber des Modehauses Oberpaur und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Landshut Innenstadt (ILI). Dass die Zahlen des RKI nochmals überprüft werden müssten habe ihn, gelinde gesagt, "überrascht".

Angesichts der Nachricht, dass die Zahlen falsch waren, zeigt sich auch Oberbürgermeister Alexander Putz in einer Pressemitteilung sauer auf das RKI.