Das nennt man einen schnellen Ermittlungserfolg: Bereits am Sonntag wurde ein 20-Jähriger aus Hessen festgenommen, der im Verdacht steht, sich illegal Zugang zu privaten Datensätzen von Hunderten Politikern, Künstlern und Journalisten verschafft und diese in Form eines Adventskalenders im Internet veröffentlicht zu haben. Möglich wurde dieser Erfolg dadurch, weil der junge Mann offenbar ziemlich dilettantisch vorging und jede Menge Spuren im Internet hinterließ. Da half es ihm auch nichts, dass er seinen Computer zerstörte; die Beweislage war so erdrückend, dass er ein umfassendes Geständnis ablegte.

Die Erleichterung ist groß, bei dem Mann handelt es sich um einen Einzeltäter, zudem gibt es keine Verbindungen zu ausländischen Geheimdiensten. Zu Entwarnung gibt es gleichwohl keinen Anlass, im Gegenteil. An Profis in der Hackerszene herrscht im In- wie Ausland kein Mangel, im sogenannten Darknet, dem geschützten Bereich des Internets, existiert ein regelrechter Markt für Schadsoftware und Trojaner, mit denen Computer ausgespäht werden können, hinzu kommen die gezielten Cyberattacken der Geheimdienste zahlloser Staaten, die politisch wie ökonomisch motiviert sind.

Den vollständigen Artikel lesen Sie als Abonnent kostenlos auf idowa.plus oder in Ihrer Tageszeitung vom 09. Januar 2019.