Das war 2019 Der große idowa-Jahresrückblick

2019 war ein aufregendes Jahr für unsere Region. In unserem Jahresrückblick lassen wir die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. Foto: Armin Weigel/dpa/Ulli Scharrer/KM/Ingmar Schweder

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu – und es ist eine liebgewonnene Tradition, das alte Jahr vor dem Start ins Neue noch einmal Revue passieren zu lassen. Ob kuriose Polizeimeldungen, gewichtige Entscheidungen, tragische Unglücke oder einfach „nur“ schöne Geschichten: In unserem großen Jahresrückblick betrachten wir die Themen, die unsere Region 2019 beschäftigt haben.

Dauerschnee, Schulausfälle, Katastrophenalarm: Das Jahr 2019 beginnt im Januar mit einem regelrechten Winterchaos. Besonders Oberbayern ist stark betroffen, vor allem Bad Tölz. Unterstützung erhalten die Helfer vor Ort von zahlreichen Feuerwehren aus anderen Regionen, darunter auch Niederbayern. Allein aus dem Landkreis Straubing-Bogen und der Stadt Straubing reisen etwa 140 Feuerwehrler an. Unvergessen sind die Bilder, auf denen sie das Dach einer Kinderklinik von den Schneemassen befreien.

Der 18. Januar wird als schwarzer Tag in die Geschichte des Bezirksklinikums Mainkofen eingehen: Einem 40-jährigen Patienten gelingt es am Vormittag, sich mit zwei Messern zu bewaffnen und eine 57-jährige Frau als Geisel zu nehmen. Erst nach drei Stunden gelingt es einem Spezialeinsatzkommando, den Mann zu überwältigen. Die 57-Jährige bleibt (zumindest körperlich) unverletzt.

Ein Helikopter-Unfall in Italien sorgt am 25. Januar auch in Ostbayern für große Bestürzung. Denn mit an Bord der Maschine befand sich auch der Chamer Unternehmer Max Schierer junior. Der 48-Jährige überlebt den Absturz nicht, die Trauer in seiner Heimatgemeinde ist groß. „Sein Tod ist ein riesiger Verlust für die Stadt“, sagt Bürgermeisterin Karin Bucher.

Erstmals Freigang im BKH Straubing

Nur etwa zwei Wochen nach der Geiselnahme im BKH Mainkofen sorgt auch die Bezirksklinik in Straubing für Gesprächsstoff: Nach einem Gerichtsurteil vom 1. Februar muss das Klinikum einem Patienten Freigang gewähren. Ein Präzedenzfall, wurde den Straubingern 1977 doch zugesichert, dass in der Stadt niemand Urlaub oder Ausgang bekommen würde. Genau das ist aber nun eingetreten. Die Entscheidung führt schließlich dazu, dass die komplette Klinik neu ausgerichtet wird. Künftig sollen hier nur noch Patienten aus Niederbayern untergebracht werden. Im kommenden Jahr soll das BKH zudem eine neue Leitung bekommen.

Ein auf Facebook veröffentlichtes Video sorgt Anfang Februar für Kopfschütteln in der Region. Zu sehen ist darin ein Unfall, der sich am 2. Februar bei Kollnburg (Landkreis Regen) ereignete. Anstatt zu helfen, filmen die Fahrer des nachfolgenden Wagens die Irrfahrt, die schließlich im Straßengraben endet. Was das Ganze noch mysteriöser macht: Weder der Unfallverursacher noch die beiden Urheber des Videos melden sich bei der Polizei. So sind die Beamten bei ihren Ermittlungen ganz auf das Video angewiesen – schlussendlich mit Erfolg.

Die Faschingszeit treibt ja bisweilen seltsame Blüten. Und so erblickt im Februar in Frontenhausen (Landkreis Dingolfing-Landau) der Goaßmaßkrapfen das Licht der Welt. Gute Idee oder komplette Geschmacksverirrung? Die Meinungen gehen hier – wie so oft beim Thema Fasching – weit auseinander...

Neue Donaufähre: Gestatten, "Posching"!

Was lange währt, wird endlich gut: Am 16. Februar kommt die neue Donaufähre „Posching“ im Landkreis Straubing-Bogen an. Am 3. April kann sie dann auch den Betrieb aufnehmen. Seitdem verbindet die Donaufähre wieder in gewohnter Manier Mariaposching mit Stephansposching. Die Vorgänger-Fähre war bekanntlich im April 2016 gesunken.

Ein gestohlener Dinosaurier aus einem Museum im Altmühltal sorgt am 19. Februar für einen der kuriosesten Polizeiberichte des Jahres. Denn das Modell taucht schließlich in einem Kreisverkehr bei Abensberg wieder auf – allerdings ohne Schwanz. Wo der abgeblieben ist, wissen wohl nur die Diebe selbst...

Eine schreckliche Bluttat erschüttert am 4. März den Landkreis Straubing-Bogen. In einem Wohnhaus in Ascholtshausen findet die Polizei drei Leichen – ein Ehepaar und seine Tochter. Dringend tatverdächtig ist ihr 41-jähriger Sohn. Er wird festgenommen und im September vor Gericht gestellt, wo er die Tat zugibt. Da er zum Tatzeitpunkt nicht steuerungsfähig war, wird er in eine Psychiatrie eingewiesen.

Malachitgrün sorgt für Zündstoff

Malachitgrün – ein Begriff, der wohl nur den wenigsten etwas sagt. Anfang März ist er jedoch plötzlich in aller Munde, als bekannt wird, dass in Gewässern im Landkreis Freising eine Verunreinigung mit eben diesem Stoff festgestellt wurde. Mehrere Fischzuchten werden deswegen vorübergehend geschlossen. Für Kritik sorgt auch, dass die Verunreinigung schon im Herbst 2018 festgestellt, aber erst im März öffentlich gemacht wurde. Das zuständige Landratsamt betont jedoch, alle Vorgaben eingehalten zu haben.

Den 13. März wird die Gemeinde Fuchstal in Oberbayern wohl in positiver Erinnerung behalten. Der Grund: Bereits im Jahr 2006 hatte ein Mitarbeiter der Gemeinde bei der Bestellung von Klopapier gehörig ins, nun ja, Klo gegriffen. Er bestellte nämlich versehentlich gleich einen ganzen Lastwagen voll. Über zwölf Jahre hielt der Vorrat an, in diesem Frühjahr konnte die Gemeinde endlich die letzte Rolle verbrauchen. Bürgermeister Erwin Karg kann dem Ganzen aber auch etwas Gutes abgewinnen: Immerhin habe sich die Gemeinde durch die Großbestellung etwa 1.000 Euro gespart.

Ein Ausflug in die Erdinger Therme sollte ja normalerweise der Entspannung dienen. Für einen 26-Jährigen aus Ludwigsburg wurde der Besuch am 21. März dagegen ein turbulenter Tag. Der junge Mann hatte wohl etwas zu sehr dem Alkohol zugesprochen, war daraufhin in der Therme komplett abgestürzt – und sorgte so für einen der witzigsten Polizeiberichte des Jahres.

Ein Ammoniak-Austritt am Eisstadion sorgte am 27. März für einen Großeinsatz in Straubing. Bei Bauarbeiten wurde ein Leitung auf der Spielfläche beschädigt, schon kurz darauf war der beißende Gestank auch auf dem nahen Stadtplatz spürbar. Stundenlang waren Polizei und Feuerwehr im Einsatz, 14 Menschen wurden verletzt, darunter auch mehrere Einsatzkräfte.

 

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