Das war 2019 April bis Juni: Europawahl, Armbrust-Drama und eine völlig neue Agnes

Leider kein Aprilscherz: Am 1. April wird der beliebte „Kuh-Kreisverkehr“ bei Gottfrieding einmal mehr zum Ziel von Vandalen. Vor allem Kuh „Berta“ wird übel mitgespielt. Landrat Heinrich Trapp macht aus der Not eine Tugend und lässt die beschädigte Kuhskulptur schließlich versteigern. Seitdem grast Berta friedlich vor dem Loichinger Rathaus. Und seit Oktober ist auch der Kuh-Kreisel dank Neuzugang „Alma“ wieder vollständig.

Mit Fliegerbomben haben die leidgeprüften Regensburger mittlerweile schon Erfahrung. In beinahe regelmäßigen Abständen werden bei Bauarbeiten Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Bombe, die am 23. April entdeckt wird, ist aber selbst für sie „keine einfache Geschichte“, wie ein Polizeisprecher später sagen wird. Die 250-Kilo-Bombe war bereits so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr transportiert werden konnte und musste deswegen von einem Spezial-Roboter gesprengt werden. Eine stundenlange Evakuierung war die Folge, zudem wurden mehrere Gebäude in der Nähe durch die Wucht der Explosion beschädigt. Verletzt wurde aber zum Glück niemand.

Ein AfD-Brandbrief und eine hitzige Debatte

Ist das noch Demokratie oder schon eine Drohung? Diese Frage sorgt Ende April in Straubing für Zündstoff. Grund ist ein geplanter Stammtisch der AfD im „Bayerischen Löwen“. Mehrere politische Jugendorganisationen zeigen sich darüber „besorgt“ - und kündigen Protest an, sollte der Stammtisch stattfinden. Die ohnehin hitzige Diskussion schaukelt sich hoch, schließlich entscheiden die Wirtsleute, den Stammtisch abzusagen. Zu groß ist die Furcht um den eigenen Betrieb.

Dass Schüler über in ihren Augen zu schwere Abitur-Aufgaben klagen, kommt häufiger vor. Dass aber Zehntausende auf die Straße gehen und gegen das Abitur protestieren, ist außergewöhnlich. Genau das geschieht Anfang Mai im Freistaat. Die Schüler klagen vor allem über ein angeblich zu schweres Mathematik-Abitur und fordern eine nachträgliche Anpassung des Notenschlüssels. Vergeblich. Anfang Juni verkündet Kultusminister Michael Piazolo, dass der Notenschlüssel unverändert bleibt.

Am 11. Mai erschüttert ein mysteriöser Kriminalfall die Region. In einer Pension in Passau werden drei Leichen gefunden – offenbar getötet mit einer Armbrust. Die Ermittler finden schließlich heraus, dass der Mann und die beiden Frauen wohl gemeinschaftlich Suizid begangen haben. Im Zusammengang mit dem grausamen Fall entdeckt die Polizei am Wohnort der Getöteten in Niedersachsen noch zwei weitere tote Frauen. Auch sie haben den Ermittlungen nach Selbstmord begangen. Offenbar gehörten die Fünf zu einer sektenähnlichen Gruppe, die der Mann um sich geschart hatte.

Turbulente Tage nach der Europawahl

Ende Mai wirbelt die Europawahl einiges durcheinander – auch in der Region. Immerhin steht mit Manfred Weber ein waschechter Niederbayern auf der Wahlliste für den Spitzenposten als EU-Kommissionspräsident. Doch es kommt bekanntlich anders: Obwohl Webers EVP die meisten Stimmen sammelt, können sich die Regierungschefs (allen voran Frankreichs Präsident Emmanuel Macron) nicht mit Weber selbst anfreunden. So wird am Ende Ursula von der Leyen zur neuen Kommissionspräsidentin gewählt.

Am Abend des 3. Juni bricht auf dem Firmengelände von Koslow in Wörth an der Isar ein Großbrand aus. Er wird zu einer der größten Herausforderungen für die Einsatzkräfte in diesem Jahr. Die Löschmaßnahmen dauern die ganze Nacht über bis zum nächsten Morgen an, über 400 Rettungskräfte sind im Einsatz. Die gewaltige Rauchwolke ist noch Kilometer entfernt zu sehen. Der Brand führt schließlich auch dazu, dass das Sicherheitskonzept der Firma auf den Prüfstand gestellt wird. Verletzt wird bei dem Feuer wie durch ein Wunder niemand.

Nur drei Tage später erreicht uns eine weitere traurige Meldungen aus dem Landkreis Landshut: Bei den Rückbauarbeiten am Atomkraftwerk Isar I in Essenbach kommt es zu einem tödlichen Unfall. Ein Arbeiter wird am 6. Juni von einem herabfallenden getroffen und eingeklemmt. Er erleidet dabei so schwere Verletzungen, dass er noch vor Ort stirbt.

Zum Glück gibt es auch Geschichten, die einem beim Lesen ein Lachen ins Gesicht zaubern. Die Geschichte von Helga Bauermann, über die wir am 9. Juni berichten, gehört definitiv dazu. Die 62-Jährige arbeitet als Toilettenfrau in der Straubinger Disco „Stars“ und hat ein Buch über all die großen und kleinen Dramen des Nachtlebens geschrieben, mit denen sie an jedem Wochenende konfrontiert wird. Reinlesen lohnt sich!

Alles neu bei der Agnes: Die traditionellen Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing feiern dieses Jahr eine komplett neue (und actionreiche) Inszenierung. Bei der Premiere am 21. Juni zeigt sich auch Schirmherr Markus Söder begeistert.

 

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